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Eric Frenzel hat sich im Mai 2017 bei den Feierlichkeiten zum 150. Hochschuljubiläum in Mittweida ins Ehrenbuch der Stadt eingetragen.

Foto: Falk Bernhardt/Archiv

Eric Frenzel: Wenn Mittweidas berühmter Student Gold holt

Eric Frenzel hat am Mittwoch bei den Olympischen Spielen gewonnen - auch an seiner Hochschule ist die Freude groß.

Von Falk Bernhardt
erschienen am 14.02.2018

Mittweida/Frankenberg. Als Eric Frenzel am Mittwoch in Pyeongchang Gold im Einzelwettbewerb der Nordischen Kombination holte, wurde auch an der Hochschule gejubelt, und zwar an mehreren Orten. "Ein Public Viewing gab es nicht, aber viele Leute haben den Wettkampf am Smartphone oder einem Fernseher verfolgt", erklärte André Schneider, der für ihn zuständige Professor, der selbst einmal ein Leistungssportler war. "Es ist derzeit noch Prüfungszeit, außerdem läuft hier der normale Betrieb", so Schneider.

Der sportbegeisterte Rektor Ludwig Hilmer ist derzeit auf Dienstreise, aber Schneider ist sich sicher, dass auch er irgendwie live dabei war, als der 29-Jährige Frenzel nach 2014 in Sotschi sein inzwischen zweites olympisches Gold holte. Begeistert waren auch Frenzels Mitstudenten. "Es ist natürlich super, dass es ein Student von unserer Hochschule ist, der da gewonnen hat", freute sich Gordon Guido Oswald, Geschäftsführer des Studentenrats. Er selbst sei gerade im Skiurlaub und habe aus dem Internet vom Sieg erfahren. Trotz aller Euphorie: Richtig überrascht war Oswald von der Goldmedaille nicht. "Nach Erics letzten Erfolgen und dem Sieg bei Olympia vor vier Jahren konnte man ja schon ein wenig damit rechnen", sagte Oswald.

Vor sechs Wochen war Eric Frenzel zuletzt in Mittweida. "Er ist natürlich in seinem Olympia-Semester und macht deshalb nicht so viel für das Studium", erklärte Scheider. "Eric hat sich nicht nur eine der schwersten Sportarten, sondern mit dem Wirtschaftsingenieur mit Diplom auch eines unserer schwersten Studienfächer ausgesucht." Der Professor, der früher als Gewichtheber aktiv war, geht davon aus, dass sein Student Frenzel im April wieder in Mittweida sein wird. Nach Olympia habe er noch einige Weltcups und dann auch Semesterferien. "Er ist im Studium jedenfalls gut dabei", versicherte der Hochschullehrer. "Bis zu den nächsten Olympischen Spielen in vier Jahren sollte er jedenfalls seinen Abschluss haben."

In Frankenberg wurde Frenzels Sieg am Mittwoch aus dienstlichem Interesse verfolgt, und zwar in der Wettiner-Kaserne der Bundeswehr, wo er der Sportfördergruppe angehört. Deren Chef Oberstabsfeldwebel Jan Fiedler habe "seinen" Soldaten aus dem Urlaub beobachtet, so Stabsunteroffizier Michael Weber. "In der Kaserne saßen aber schon einige Leute am Fernseher." (mit rict)

 
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