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Dietmar Hemmerling und seine Mitstreiter haben einen Spottvers auf die Ebersbrunner in Szene gesetzt.

Foto: Andreas Wohland Bild 1 / 3

Zusammenhalt ist alles

Puppenspieler machen mit Janek ihr Glück perfekt. Auf Olympionike sind Frau und Kinder sehr stolz. Ebersbrunner Schnitter verarbeiten Spottgedicht.

erschienen am 13.02.2018

Franziska Rilke (25) und Konrad Bruno Till (29) lernten sich im Zwickauer Puppentheater kennen und lieben - während der Arbeit am Puppenspiel "Schneewittchen und die sieben Zwerge - Wenn kleine Träumer groß werden", das im November 2016 Premiere feierte. Seit 18. Dezember 2017 heißt die Dresdnerin nun auch Till, so wie ihr aus Polen stammender Mann, der mit einer Körpergröße von 1,90 Meter der vielleicht größte Puppenspieler der Welt ist. "Ich habe meinen Märchenprinzen geheiratet, und das ist unser Zwerg", sagt die Puppenspielerin und Theaterpädagogin, die sich seit November vergangenes Jahres zwar offiziell in Elternzeit befindet, es sich aber natürlich nicht nehmen ließ, ihrem Mann gemeinsam mit dem kleinen Sohn zur Premiere des Stückes "Cyberterror - Wenn Freunde zu Henkern werden" zu gratulieren. Der "kleine Zwerg" Janek Till kam am 12. Januar in Zwickau auf die Welt. Vorher haben seine Eltern noch schnell am 18. Dezember geheiratet, "weil wir alle dachten, dass er eher kommt". Bei der Hochzeit in Zwickau war sowohl Franziskas deutsche als auch Konrads polnische Verwandtschaft dabei. Der kleine Janek soll zweisprachig aufwachsen. Nach zwölf Monaten Elternzeit will Franziska Till wieder als Theaterpädagogin und Puppenspielerin am Zwickauer Puppentheater arbeiten, bis dahin wird sie von Patrick Jech (48) vertreten. (lth)

Dietmar Hemmerling (67), Schnitzer, betreut in den kommenden beiden Wochen zusammen mit anderen Mitstreitern aus dem Ebersbrunner Schnitzverein die Ausstellung im Lichtentanner Kulturzentrum "St. Barbara". Er erklärt, was sich hinter dem Motto der Schau "Ebersbrunner Schnitzer auf Abwegen" verbirgt. "Das hat gleich eine dreifache Bedeutung. Als Ebersbrunner stellen wir nicht bei uns im Ort, sondern in Lichtentanne aus. Zudem haben wir dafür nicht wie sonst üblich eine Schule oder eine ähnliche Räumlichkeit ausgewählt. Unsere Schau findet in einer früheren Kirche statt. Und es war unser Anliegen, einmal eine etwas andere Präsentationsform zu bieten", sagt er. Letzteres zeige sich beispielsweise daran, dass viele der rund 300 Exponate auf improvisierten Tischen aus Lindenholzpfosten stehen. Nicht dort, sondern von der Decke herab hängt als besonderer Hin- gucker eine der Gemeinschaftsarbeiten der Schnitzer. In diesem Exponat haben die Schnitzer ein Spottgedicht auf Ebersbrunn in Holz verewigt. In den Versen geht es darum, dass ein paar einfältige Einwohner des Pleiße-Quellortes angeblich versucht haben sollen, den Mond mit Stangen einzufangen. Die Ausstellung hat noch bis 25. Februar montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 bis 19 Uhr geöffnet. (awo)

Nico Ihle (32), einziger Starter aus dem Kreis Zwickau bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, ist am Sonntag nach Südkorea geflogen. Allein 50 Teile gehören zur Olympia-Ausrüstung der deutschen Mannschaft (unter anderem Podiums-, Trainings- und Freizeitbekleidung). "Das muss alles irgendwie mit", sagte der Sportler vor seiner Abreise. Allerdings: Zwei der vier Koffer hatte er schon vor ein paar Tagen nach Korea abgeschickt. Als Vorhut gewissermaßen. Am Sonntagsmittag herrschte Abschiedsstimmung im Hause Ihle in Lichtenstein. Die beiden kleinen Töchter Maxi (1) und Emma (5) huschen durch das Wohnzimmer. Die größere von beiden gab ihrem Papa noch ein Bild, das sie gemalt hat. "Das ist Ariel", sagt das Kind stolz. Es weiß, dass sein Papa wieder für ein paar Wochen weg muss. Für Ehefrau Anni sind die vielen Reisen, die ihr Mann wegen dem Sport unternimmt, Alltag. Die junge Krankenschwester aus dem DRK-Krankenhaus in Lichtenstein hat sich daran gewöhnt, dass Nico häufig nicht zu Hause ist. Sie sind seit 14Jahren ein Paar, kennen es nicht anders. "Natürlich freue ich mich, wenn mein Mann zur Weltmeisterschaft oder zu Olympischen Spielen fährt", sagt sie. Dann fügt sie hinzu: "Na ja, irgendwann hat das ja auch ein Ende." "Ja, manchmal ist das schon nicht ganz einfach", sagt auch Nico. (erki)

 
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