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Pauline Schäfer (r.) und Tabea Alt während des aktuellen Sportstudios im Gespräch mit Moderator Jochen Breyer.

Foto: Imago

Pauline Schäfer überall gefragt

Die Turnweltmeisterin aus Chemnitz bestritt nur wenige Tage nach ihrem Triumph im Rahmen der Bundesliga bereits wieder einen Wettkampf. Ab Montag folgen weitere Termine in anderen Metiers.

Von Martina Martin
erschienen am 15.10.2017

Heidenheim/Chemnitz. Beinahe hätte sie am späten Sonnabendabend sogar einen Treffer an der legendären Torwand im aktuellen Sportstudio erzielt. Es fehlte wirklich nicht viel, wobei Pauline Schäfer auch bei diesem Auftritt bewies, dass sie sich auch im für sie (noch) fremden Metier sehr gut bewegen kann. "Vor dem Torwandschießen hatten wir vorher ein bisschen Angst, weil wir mit Fußball ja nichts zu tun haben. Aber dann lief es gar nicht so schlecht, wir haben uns wenigstens nicht blamiert", erzählte die Weltmeisterin, die gemeinsam mit ihrer Auswahlgefährtin Tabea Alt (WM-Dritte) zu Gast war. Im Gespräch mit "Freie Presse" fügte sie am Sonntag dann hinzu: "Es war cool, mal so eine Sendung, das ganze Drumherum, live mitzuerleben, eine schöne Erfahrung." Übrigens, ihr Herausforderer, der aktive Amateurfußballer Jorge Illing, konnte ebenso keinen Ball versenken.

So verloren die Gerätkünstlerinnen, denen beim Championat vor einer Woche in Montreal mit Gold und Silber ein Sensationscoup am Schwebebalken gelungen war, auch dieses völlig ungewohnte und weniger ernst zu nehmende Duell nicht. Beide schweben seit der Rückkehr sowieso auf Wolken sieben, wurden zur Sendung auf ZDF-Kosten extra eingeflogen. Am Nachmittag absolvierte das Erfolgsduo im Rahmen der Turn-Bundesliga bereits wieder einen Wettkampf in Heidenheim. Nachdem beide gemeinsam mit ihren Trainern zur Begrüßung von den Fans euphorisch gefeiert sowie vom Bürgermeister der Stadt und Vertretern der Deutschen Turnliga mit Blumen und kleinen Geschenken beglückwünscht wurden, stellte sich Pauline Schäfer an zwei Geräten vor. Sie zeigte einen sehr guten Sprung. An ihrem Paradegerät unterlief ihr jedoch ein Patzer, sodass sie einen unfreiwilligen Abgang vom Balken in Kauf nehmen musste. Ihr eigens kreiertes hochkarätiges Element, den Schäfersalto, den weltweit nur sie beherrscht, gelang jedoch wieder perfekt.

"Es war schon schwierig, sich nach so einem großen Event wieder auf einen vergleichsweise kleineren zu konzentrieren. Zudem bin ich in den Tagen davor kaum zum Trainieren gekommen. Dafür war alles okay", meinte die 20-Jährige. In der Bundesliga turnt die Chemnitzerin, die normalerweise für den TuS Altendorf startet, diese Saison gemeinsam mit ihrer 16-jährigen Schwester Helene - nach starken Auftritten viertbeste Mehrkämpferin des Wettkampfes - für die TG Karlsruhe-Söllingen.

Beide hatten so maßgeblichen Anteil am dritten Tagesrang ihres Teams. Dieses Zusammenwirken der zwei Vereine entstand aus dem Wunsch heraus, dem Dauertitelträger MTV Stuttgart im Kampf um die Deutsche Meisterschaft stärker als bisher Paroli zu bieten. Nachwuchshoffnungen der TG gehören wiederum der Altendorfer Riege, in der verstärkt Talente eine Chance erhalten, an. Und diese jüngste aller Mannschaften behauptete sich erneut tapfer und kam auf Rang sieben. "Es gab zwar einige Stürze. Aber die Mädchen haben ihre vollen Programme mit neuen Elementen gezeigt. Dafür sollen sie diese Wettkämpfe nutzen", wertete Trainerin Gabi Frehse.

Übrigens, für die Anhänger gibt es am 11. November die Möglichkeit, die neue Weltmeisterin ganz in der Nähe live zu erleben. Denn an diesem Tag findet in Dresden das abschließende Vorrundenturnier der Bundesliga statt. Pauline Schäfer wird auch bis dahin nicht ihr ursprünglich geplantes Trainingsprogramm absolvieren können, denn ihr Kalender füllt sich stetig mit weiteren Fernsehauftritten (u. a. Riverboot) oder PR-Terminen. Und andere Pflichtaufgaben wie Abendschule oder ab Montag drei Tage Fortbildungskurse bei der Bundeswehr in Frankenberg stehen gleichfalls an. Nur am Sonntag, nachdem sie den Kleinbus mit den jungen Turnerinnen zurück nach Chemnitz chauffiert hatte, fand sie mal ein wenig Ruhe.

 
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