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Daniel Frahn führt den Elfmeter aus, rechts verfolgt Karlsruhes Daniel Gordon die Szene.

Foto: S. Sonntag/Picture Point

Steffens Ideen bringen einen Punkt fürs Selbstvertrauen

Torlos trennte sich ein runderneuerter CFC vom selbsternannten Aufstiegsfavoriten aus Karlsruhe. Und auch wenn Daniel Frahn den Elfmeter zum möglichen Sieg vergab, das Spiel gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

Von Thomas Scholze
erschienen am 10.09.2017

Chemnitz. In der Tabelle der Dritten Liga rutschte der Chemnitzer FC vom 13. auf den 15. Platz ab, die Köpfe gehen nach dem 0:0 gegen den Karlsruher SC trotzdem nach oben. "Einen großen Schritt in die richtige Richtung" erkannte Björn Kluft in diesem Spiel, "eine deutliche Steigerung gegenüber Unterhaching" Maurice Trapp. "Einen mit dieser Leistung konkurrenzfähigen CFC" sah Trainer Horst Steffen, und einChemnitzer Team, "dass eigentlich den Sieg verdient gehabt hätte" Daniel Frahn.

Dass es nur einen statt der erhofften drei Punkte gab, nahm der Torjäger auch auf seine Kappe: "Mit meinem Elfmeter hätten wir uns für eine engagierte Leistung belohnen können. Aber der war wirklich nicht gut ausgeführt." KSC-Torwart Benjamin Uphoff wusste dank Anton Fink über Frahns Strafstoßkünste (56.) Bescheid. "Das sieht dann ziemlich blöd aus. Vor allem, wenn der Ball nicht so straff geschossen ist", meinte Frahn dazu.

Der 30-Jährige war am Samstag einer von vier Chemnitzer Stürmern auf dem Platz. Neben Frahn ackerte Miroslav Slavov in der Mitte, auf den Außenbahnen wirbelten links Björn Kluft und rechts Florian Hansch, wobei sich Hansch mit der neuen Rolle anders als Kluft noch schwertat. Floran Trinks schaute sich das Geschehen wie Okan Aydin von der Bank aus an - Horst Steffen hatte radikal umgebaut. Hinten funktionierte die Viererkette - abgesehen von Marc Endres" vielen Fehlpässen im Spielaufbau - sehr gut. Über die zuletzt so löchrigen Außenseiten kamen die Karlsruher kaum einmal durch, im Zentrum räumten Endres und Trapp, unterstützt von den beiden Sechsern Reinhardt und von Piechowski, so gut wie alles ab. Der KSC hatte vor der Pause nur eine Chance durch Schleusener (Kevin Kunz parierte erstklassig/37.) und drei Schüsse des lange unauffälligen, in einigen Momenten aber hellwachen Anton Fink zu bieten.

Da ging bei den schwarz gekleideten Himmelblauen anders die Post ab. Große körperliche Präsenz und schöne, schnell vorgetragene Angriffe führten zu besten Chancen für Slavov (14.), Frahn (17.) und von Piechowski (32.). Auch in der zweiten Hälfte hatten die Hausherren die Mehrzahl der Chancen, die Gäste, abgesehen vom Elfmeter, aber die klarste. Mehlem musste nach Finks präzisem Pass von der rechten Seite in der Mitte nur noch den Fuß an die Kugel bringen, schoss aus fünf Metern aber weit über Kunz" Kasten (67.). Aufatmen bei den meisten der offiziell 7013 Zuschauer in der Arena. Auf der anderen Seite strich Klufts Versuch knapp am rechten Dreiangel vorbei, der Schlenzer des erstmals in dieser Saison eingewechselten Danny Breitfelder ging einen Meter neben dem rechten Pfosten ins Aus (90.). Und Daniel Frahn raufte sich die Haare. "Wenn wir demnächst wieder einen Elfmeter bekommen, schnappe ich mir den Ball und schieße ihn rein", ließ er keine Zweifel daran aufkommen, dass er es besser kann.

Anton Fink

Foto: Harry Härtel

Finks Tipps verhindern Frahns Elfmetertor        

Eine emotionale Rückkehr: Anton Fink stand am Samstag für den Gegner auf dem Platz. Thomas Scholze sprach nach dem Spiel mit ihm.  

Freie Presse: Wie war das Gefühl für Sie, im alten "Wohnzimmer" zu spielen?

Anton Fink: Es war sehr schön. Ich hatte mich richtig darauf gefreut, der Empfang war herzlich. Ich war auch beim CFC-Spiel gegen Osnabrück schon einmal wieder hier, ich werde gewiss öfter kommen.

Anton Fink instruiert vorm Elfer KSC-Torwart Benjamin Uphoff.

Foto: Harry Härtel

Sind Sie zufrieden mit dem Punkt?

Wir können, wir müssen damit leben. Für uns war das Wichtigste, erst einmal wieder defensive Stabilität aufzubauen. Wir hatten in den ersten sechs Spielen 13 Gegentore kassiert, das sind deutlich zu viele. Deswegen haben wir zuletzt vornehmlich an der Defensive gearbeitet - und das sah hier ganz gut aus. In der Offensive gibt es noch Luft nach oben.

Ein paar Torchancen hatte auch der KSC.

Ich denke, sogar die besseren. Aber alles in allem geht das Unentschieden in Ordnung.

Und vor dem Elfmeter haben Sie Ihrem Torwart den entscheidenden Tipp gegeben.

Ich habe zu Benjamin Uphoff gesagt, dass er lange stehenbleiben soll, weil Daniel Frahn den Ball gern auch mal in die Mitte lupft. Und wenn er sich dann für eine Seite entscheidet, sollte er seine rechte nehmen. Er hat den Ball super gehalten - gut für uns.

 
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