Trio will erneut Vollgas geben

Die Rennpiloten des MC Bergstadt Freiberg haben ihn der neuen Saison ehrgeizige Ziele und außerdem internationale Titel im Visier.

Freiberg.

Neues Jahr, neues Glück: Nach dieser Devise zeigen sich die im Vorjahr sehr erfolgreichen Motorrad-Rennpiloten René Lohse, Steffen Grämer und Ingo Grämer vom MC Bergstadt Freiberg wieder angriffslustig und wollen auch 2014 um Lorbeeren bei internationalen Rennen kämpfen.

Für René Lohse steht dabei die Verteidigung seines Meistertitels in Tschechien an vorderster Stelle. 2013 war der 29-Jährige als "Sieger der internationalen tschechischen Straßen-Meisterschaft in der Achtelliterklasse" sowie Vizemeister im tschechischen Road-Racing-Championat geehrt worden. Daneben hat der Honda-Pilot wiederum einige Meisterschaftsläufe in Nordirland im Programm stehen. Auf der "grünen Insel" war der Freiberger zuletzt in der Klasse bis 125 ccm und der Viertakt-Super-Twin-Klasse gut unterwegs. Beim hochkarätigen Ulster-Grand-Prix hatte Lohse einen beachtlichen 7. Platz herausgefahren. "Das war ein echter Husarenritt, den ich natürlich gern wiederholen würde. Vorrang hat aber die tschechische Meisterschaft", sagte Lohse.

Steffen Grämer wird in der neuen Saison wiederum die komplette Serie der Interessengemeinschaft Königsklasse (IGK) bestreiten. Nachdem der Aprilia-Pilot 2011 schon einmal Vizemeister in der Achtelliterklasse geworden war, will er in dieser Saison nun in den Kampf um den Titel eingreifen. "Im Vorjahr lag ich bis zur Hälfte der Saison mit über 50 Punkten Vorsprung fast uneinholbar an der Spitze. Dann spielte die Technik der Maschine absolut nicht mehr mit, es kam ein Ausfall nach dem anderen", bedauerte der 51-Jährige. Am Ende reichte es mit Rang 3 zumindest noch zu einem Podestplatz im Gesamtklassement.

In Grämers Terminplan stehen in dieser Saison aber auch noch mehrere internationale Rennen in Tschechien. So in Stare Mesto und Horice, wo der Freiberger schon Stammgast ist und mehrfach zum Sieg oder aufs Treppchen raste.

Bei seinem Bruder Ingo Grämer war im Vorjahr mit Rang 3 in der tschechischen Classic-Meisterschaft (175-ccm-Klasse) eine lange Durststrecke zu Ende gegangen. Nach zahlreichen technischen Ausfällen lief seine MZ RE 125 von 1965 endlich wieder auf Hochtouren. Großen Anteil daran hatte Mechaniker Steffen Mai. Der Krummenhennersdorfer hatte einen neuen Motor eingebaut und auch ansonsten dafür gesorgt, "dass die Maschine wie früher lief", freute sich Ingo Grämer.

2004 und 2005 hatte er sich auf der MZ schon zweimal den tschechischen Meistertitel erkämpft. "In diesem Jahr will ich im Titelkampf wieder ein Wörtchen mitreden", ist der 62-Jährige zuversichtlich. Seine Maschine gilt als eine der schnellsten im Fahrerfeld. Zudem will der Oldie seine historische MZ bei den ersten ADAC-Sachsenring-Classics vom 16. bis 18. Mai auf dem Grand-Prix-Kurs bei Hohenstein-Ernstthal mit an die Startlinie schieben.

Bis zum Saisonauftakt, der für die drei Freiberger Piloten am 4. Mai im südtschechischen Stare Mesto erfolgt, sind nun noch jede Menge Vorbereitungen an den Maschinen zu treffen. Auch zahlreiche Test- und Trainingsfahrten sind geplant, um dann beim 1. Lauf zur internationalen tschechischen Motorrad-Straßenmeisterschaft 2014 wieder Vollgas geben zu können.

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