Verein ist nach 68 Jahren zurück

Die Fußballer des Sport- und Ballspielclubs Plauen haben zum ersten Mal ein Spiel absolviert. Das 2:2 bei Viktoria Hof stimmt sie für die Punktspiel- Premiere hoffnungsvoll.

PLAUEN/HOF.

Der Sport- und Ballspielclub (SpuBC) Plauen - er ist der jüngste Sportverein des Vogtlandes - geht nach seiner Gründung nun den nächsten Schritt. Am Sonntag absolvierte das von Uwe Pein trainierte Fußballteam in Hof gegen den FSV Viktoria sein erstes Testspiel. Das 2:2 stimmt die Plauener mit Blick auf die bevorstehende Pokal- und Punktspielsaison zuversichtlich. Coach Pein: "Wenn ich noch mit einrechne, wer uns heute alles gefehlt hat, dann sehe ich optimistisch nach vorne."

Vorstandsmitglied Jens Flämig: "Der 14. April brachte nach über 68 Jahren die Rückkehr des Sport- und Ballspielclubs Plauen auf die Landkarte des deutschen Fußballs. Die Intention unseres im Dezember 2012 neu ins Leben gerufenen Clubs war und ist die Schaffung eines Vereins von Fans für Fans, in dem sich jeder Freund des Sports einbringen kann. Die Namensgebung erfolgte in Anlehnung an den SpuBC Plauen, der 1945 verboten wurde."

Der SpuBC Plauen hat laut Flämig derzeit 61 Mitglieder. Das Fußballteam besteht aus 18 Spielern. Neben einer Fußball- gibt es zudem eine Speedbadminton-Abteilung.

Flämig: "Dank der Kooperation mit dem SV 04 Oberlosa ist uns der Fußball-Spielbetrieb auf dem Sportgelände in Oberlosa ermöglicht worden. Unsere erstes Pflichtspiel absolvieren wir dort am 27. Juli im Rahmen der Kreispokal-Ausscheidungsrunde gegen den 1. FC Ranch Plauen." Die SpuBC-Elf nimmt ab August in der 1. Kreisklasse auch an den Punktspielen des Vogtländischen Fußball-Verbandes teil.

Gemeinsam mit ihren zahlreichen Fans fuhren die SpuBC-Kicker am Sonntag im Sonderbus nach Hof. Sie waren der Einladung des FSV Viktoria gefolgt, der anlässlich seines 60-jährigen Bestehens einen freundschaftlichen Kräftevergleich mit den Plauenern vereinbart hatte.

Zum Spiel: Nach einer kurzen Phase des Abtastens gewannen die favorisierten Hausherren ein leichtes Übergewicht. Sie bissen sich jedoch immer wieder die Zähne an der gut stehenden Plauener Abwehr aus. Mit schnellen Kontern konnten die Gäste auch mehrmals die Hofer Hintermannschaft in Verlegenheit bringen. Kapitän Andreas Höhn verwandelte für Plauen einen Handstrafstoß zum umjubelten Führungstreffer. Fortan gab es wieder ein leichtes Übergewicht für das Viktoria-Team, allerdings wirkten die Hofer oftmals zu verspielt. In der 33. Minute erzielten sie jedoch den Ausgleich. Vorausgegangen war ein Freistoß an der Strafraumgrenze. Der Ball ging durch die Mauer, der bis dahin überragend haltende Torwart Ronny Kilian war geschlagen.

In der 57. Minute erzielte Hof das 2:1. Die Waage schien sich nun zugunsten des FSV Viktoria zu neigen. Aber das Team von Uwe Pein zeigte, aus welchem Holz es geschnitzt ist. Angetrieben von den Fans, kamen unbändiger Wille und Kampfkraft ins Spiel. Einer rannte für den Anderen. In der Nachspielzeit gelang Andreas Höhn per Kopfball nach einer Flanke von Denis Schmalfuß das 2:2. (bw/flä)

SpuBC Plauen: Kilian, Kaiser, Gruß, Schmalfuß, Höhn, Glanc, Lopes da Silva, Herrmann, Martens, Döbel, Frank, Bräutigam, Hitz.

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