Auftakt bei der EM mit Licht und Schatten

Deutsche Eistanzmeister trotz starker Leistung vorerst auf Rang sieben

Budapest.

Zum Auftakt der Eiskunstlauf-EM in Budapest gab es aus deutscher Sicht Licht und Schatten. Die Eistänzer Nelli Zhiganschina und Alexander Gazsi liegen nach dem Shortdance auf dem siebenten Rang. Dabei konnten sich die Moskauerin und der Chemnitzer gestern Abend weiter steigern, wurden dafür aber nicht entsprechend belohnt. "Es war ihr bestes Programm in der gesamten Saison. Ich bin sehr zufrieden", wertete Bundestrainer Martin Skotnicky, der über Jahrzehnte Weltklasse-Tanzpaare hervorgebracht hat. Aber auch der international anerkannte Fachmann konnte die Bewertung erneut nicht nachvollziehen. Doch die Vorjahressechsten zeigten sich kämpferisch, zumal hinter den fast gleichauf und klar an der Spitze rangierenden Italienern Anna Cappellini/Luca Lanotte (Italien) und Jelena Ilinitsch/Nikita Kazapalow (Russland) das Feld sehr eng zusammenliegt. "Wir werden in der Kür alles geben", meinte Alexander Gazsi in der Hoffnung, dass es heute Abend noch ein Stück nach vorn geht. Das zweite deutsche Duo Tanja Kolbe und Stefan Caruso wurde auf Rang 13 eingestuft.

Nach dem Kurzprogramm der Damen liegt Nathalie Weinzierl auf einem respektablen zehnten Rang. Die deutsche Meisterin lief dabei sehr ausdrucksstark und gefühlvoll, ein Patzer bei der Dreifach-Dreifach-Kombination gleich zu Beginn kostete der Neunten des Vorjahres eine noch bessere Platzierung. "Ich habe mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern mich danach noch bewusster auf die anderen Elemente konzentriert", meinte die 19-Jährige, die international bei der künstlerischen Bewertung ihre bislang beste Wertung erhielt. Die Mannheimerin muss dabei das Handikap verkraften, dass ihr Trainer Peter Sczypa nicht mit in Ungarn weilt, sondern derzeit im Krankenhaus. Bei den deutschen Nachwuchs-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Oberstdorf hatte der 64-Jährige einen Schwächeanfall erlitten. Per Telefon hält Nathalie Weinzierl täglich Kontakt. "Ich laufe auch ganz besonders für ihn", fügte sie hinzu.

Hingegen ist die EM für Sarah Hecken, 2011 schon einmal Elfte beim kontinentalen Championat und zweifache deutsche Meisterin, bereits zu Ende. Nach mehreren Fehlern kam die Mannheimerin nur auf den 34. Platz und qualifizierte sich damit nicht für das Finale der besten 24. Im Zwischenklassement behaupten sich die Russinnen Adelina Sotnikowa (70,73 Punkte) und Julia Lipnizkaja (69,97) knapp vor der fünffachen Titelträgerin Carolina Kostner (68,97) aus Italien. (mm)

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