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Nur Platz 17: Wellinger hatte einen gebrauchten Tag

Foto: BARBARA GINDL (APA/SID)

Eisenbichler Zwölfter, Wellinger 17.: DSV-Adler enttäuschen beim Skifliegen

erschienen am 13.01.2018

Die deutschen Skispringer um den Vierschanzentournee-Zweiten Andreas Wellinger (Ruhpolding) haben bei der Generalprobe für die Skiflug-WM in Oberstdorf einen Dämpfer kassiert. In Abwesenheit des angeschlagenen Richard Freitag war der deutsche Rekordhalter Markus Eisenblicher (Siegsdorf) beim Sieg des Norwegers Andreas Stjernen im ersten Weltcup-Fliegen der Saison in Bad Mitterndorf als Zehnter bester DSV-Adler, Wellinger kam auf Rang 15.

Bei teils starkem Rückenwind am berüchtigten Kulm hatten Eisenbichler und Wellinger schon im ersten Durchgang mit 204,0 bzw. 196,0 m alle Chancen auf eine Topplatzierung verspielt, im zweiten Durchgang gelang Eisenbichler (217,0) und Wellinger (211,5) bei verlängertem Anlauf immerhin Schadensbegrenzung.

Da der Slowene Jernej Damjan, ursprünglich Fünfter, und der Norweger Johann Andre Forfang (Achter), wegen nicht regelkonformer Anzüge im Anschluss disqualifiziert wurden, ging es für das deutsche Duo noch jeweils zwei Plätze nach vorne.

Sechs Tage vor den Weltmeisterschaften (19. bis 21. Januar) sprang Stjernen bei seinem ersten Weltcuperfolg auf 229,0 und 226,0 m. Der 29-Jährige, dessen Vater Hroar ebenfalls einmal im Weltcup gewann, rettete 2,5 Punkte Vorsprung auf seinen Landsmann Daniel Andre Tande, der mit der Tagesbestweite von 240,5 m im zweiten Durchgang noch von Platz sieben vorrückte.

Dritter wurde der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz, der erstmals seit fast drei Jahren wieder auf dem Podium stand. Der 45 Jahre alte Japaner Noriaki Kasai, Skiflug-Weltmeister von 1992 (!), erzielte als Fünfter sein bestes Saisonergebnis.

Der polnische Überflieger Kamil Stoch, der bei Vierschanzentournee alle vier Springen gewonnen hatte, lag als 21. wie die Deutschen weit zurück. Der bei der Tournee enttäuschende Weltrekordler Stefan Kraft (Österreich) erlitt beim Heimspiel als Neunter den nächsten Rückschlag.

Nicht den Sprung in den zweiten Durchgang schafften zwei der größten Skispringer der Geschichte. Der nach seinem Comeback weiter formschwache Österreicher Gregor Schlierenzauer (28), Skiflug-Weltmeister von 2008, kam mit 173,5 m auf den drittletzten, Tournee-Rekordsieger Janne Ahonen (40), mit 170,0 m auf den vorletzten Platz.

Richard Freitag, bestimmender Springer der ersten Saisonwochen, hatte nach seinem Sturz bei der Vierschanzentournee in Innsbruck auf einen Start am Kulm verzichtet. Der 26-Jährige soll in der kommenden Woche zur WM ins Team zurückkehren.

 
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