Ab 2020 findet nur noch eine Eisschnelllauf-WM im Jahr statt

Der Eislauf-Weltverband ISU hat auf dem Kongress in Sevilla den Eissschnelllauf-Kalender revolutioniert. Ab 2020/21 wird es nur noch eine WM pro Jahr geben, die Aufteilung der Titelkämpfe in Sprint-, Allround- und Einzelstrecken-WM entfällt.

"Das Eisschnelllaufen hatte als einzige der olympischen Wintersportarten drei Weltmeisterschaften. Das sorgte bei Außenstehenden für Verwirrung. Mit einer einzigen WM kann sich diese Disziplin besser präsentieren", sagte der im Amt bestätigte ISU-Präsident Jan Dijkema (Niederlande). Als einziger nationaler Verband stimmte der niederländische Eissportbund KNSB gegen die Reduzierung.

Dijkema bleibt für vier weitere Jahre ISU-Präsident. Der 73-Jährige hatte keinen Gegenkandidaten und wurde per Akklamation bis 2022 in seinem Amt bestätigt.

Die Delegierten sprachen sich darüber hinaus mehrheitlich dafür aus, die Kürdauer im Paarlauf und bei den Herren von 4:30 Minuten auf 4:00 Minuten zu verkürzen und damit den Eistänzern und Damen anzugleichen. Der bisherige Kurztanz der Eistänzer wird ab dem 1. Juli als Rhythmustanz bezeichnet.

Als Vorsitzender der ISU-Disziplinarkommission wurde Volker Waldeck (Wuppertal) bestätigt. Stefanie Teeuwen (Grefrath), Präsidentin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), verfehlte mit 44 Stimmen einen der zehn Sitze im ISU-Council, dem höchsten Gremium des Weltverbandes. Der nächste ISU-Kongress findet 2020 im thailändischen Phuket statt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...