ISU sperrt ungarische Funktionäre wegen Veruntreuung

Die Disziplinarkommission des Eislauf-Weltverbandes ISU hat die ungarischen Sportfunktionäre György Sallak und Istvan Darazs wegen Veruntreuung von ISU-Geldern lebenslang gesperrt. Beide müssen jeweils 74.491,16 Schweizer Franken (rund 65.000 Euro) als Kosten für die Untersuchungen an die ISU zahlen. Der Verband behält sich zudem vor, das Duo strafrechtlich verfolgen zu lassen. Das gab die ISU auf ihrer Homepage bekannt.

Der ISU-Präsidentschaftskandidat von 2016, Sallak, war in Personalunion von 2002 bis Juni 2016 ISU-Entwicklungskoordinator und Direktor des ungarischen Eissportverbandes HNSF. Darazs war bis zu Beginn der Untersuchungen im September 2017 Direktor für Eisschnelllauf und Shorttrack beim HNSF.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte aus Genf hatte Ungereimtheiten bei Abrechnungen über ein Shorttrack-Entwicklungscamp in Budapest im Januar 2016 aufgedeckt. Die Veranstaltung war von Sallak und Darazs organisiert worden. Deloitte schätzte den entstandenen Schaden auf mindestens 50.000 Schweizer Franken (rund 43.000 Euro).

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