Der arrogante Löw

Ballbesitz-Fußball ist nicht mehr das Allheilmittel. Das hat jetzt auch der Bundestrainer bemerkt.

München.

Und da saßen sie dann kurz nach High-Noon auf ihrem Podium, die drei Hauptdarsteller der Folge: DFB-Pressesprecher Jens Grittner, Bundestrainer Jogi Löw und der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff. Saßen da wie geprügelte Hunde, die nun Abbitte leisten müssten vor der Fußball-Republik Deutschland.

Ein trauriges Bild, nur dazu gemacht, sich darüber zu amüsieren. Und so kam es dann auch, Twitter quoll sofort förmlich über vor launiger Gehässigkeit.Schnell allerdings bekam man eher Mitleid mit diesem Joachim Löw, der fahrig wirkte und auch ein wenig genervt. Genötigt vom öffentlichen Druck und von einer heillos überforderten DFB-Spitze, präsentierte er nun seine Analyse. Warum, weshalb, wieso seine Mannschaft denn nun das historische Vorrunden-Aus erlitten habe.

Powerpoint-Karaoke

Löw kämpfte sich durch mäßig attraktive Powerpoint-Folien, präsentierte in Stichworten Sachverhalte, die längst offensichtlich waren. Ein erstaunliches Eingeständnis war darunter, da der Bundestrainer es als seine größte Fehleinschätzung bezeichnete, gedacht zu haben, mit Ballbesitz-Fußball durch die Vorrunde zu kommen. Das sei fast schon "arrogant" gewesen.

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Es wird erwartet, dass auch die Tötung des Deutschen zur Sprache kommt. Er war am Sonntag erstochen worden. Tatverdächtig sind ein 22-jähriger Iraker und ein 23 Jahre alter Syrer - einer von ihnen ist laut Staatsanwaltschaft Chemnitz mehrfach vorbestraft. Zwei Tage lang waren anschließend rechte Gruppierungen, gewaltbereite Hooligans und Neonazis durch Chemnitz gezogen. Am Montag fand eine Gegendemonstration aus dem linken Lager statt. Nun hat die rechtspopulistische Bewegung Pro Chemnitz fast zeitgleich zur Kretschmer-Veranstaltung zu einer Demonstration am Stadion aufgerufen.

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