Erbe unter besonderem Schutz

Zustand der Welterbestätten wird regelmäßig überprüft

Welterbegedanke: Bedroht durch den Bau des Assuan-Staudamms konnten die berühmten Ägyptischen Tempelanlagen von Abu Simbel in den 1960-er Jahren durch eine weltweite, von der Unesco ins Leben gerufene Kampagne unter Beteiligung einer Vielzahl von Ländern gerettet werden. Die hohe Bereitschaft der internationalen Völkergemeinschaft, die Tempel gemeinsam zu schützen, zeigte eindrucksvoll, dass es ein gemeinsames Erbe von außergewöhnlicher Bedeutung gibt und gilt als Impulsgeber für den Welterbegedanken. 1972 wurde das internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturgutes der Welt (Unesco-Welterbekonv du dention) verabschiedet, um weltweit einzigartige Kultur- und Naturgüter von außergewöhnlichem universellem Wert als Erbe für die ganze Menschheit zu erhalten. Die Welterbekonvention ist das international bedeutendste und erfolgreichste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. Die Stätten werden auf die Unesco-Liste des Welterbes eingetragen.

Verpflichtung: Mit der Aufnahme in die Welterbeliste verpflichtet sich der Vertragsstaat, die Welterbestätte dauerhaft zu schützen, zu erhalten und deren Bedeutung an zukünftige Generationen weiter zu vermitteln. Um festzustellen, ob die Bedingungen für die Anerkennung als Welterbe auch weiterhin erfüllt sind, berichtet der Staat alle sechs Jahre an die Unesco über den Zustand der Stätte. Für alle baulichen und planerischen Maßnahmen im Welterbe-Gebiet gilt übrigens allein nationales Denkmal-, Bau- und Planungsrecht.

Montanregion Erzgebirge/Krusnohori: Alle 22 ausgewählten Bestandteile des Welterbe-Projekts Montanregion Erzgebirge/Krusnohori unterliegen bereits gesetzlich geregelten Planungs- und/oder Schutzmechanismen, darunter unter anderem dem Denkmal- oder Naturschutz. Um die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krusnohori nachhaltig zu sichern, wurden sowohl auf internationaler als auch regionaler Ebene Verwaltungsstellen eingerichtet. Außerdem existiert eine Welterbe-Verträglichkeitsstudie von einem unabhängigen britischen Experten, die aussagt, dass aktuelle Vorhaben bezüglich eines neuen Bergbaus nicht mit dem Welterbeprojekt kollidieren.

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