In Freiberg lagern Schätze aus ganz Deutschland

Die Freiberger Ausstellung terra mineralia ist derzeit Schauplatz einer Kriminalgeschichte, bei der es um Seltene Erden geht. In der interaktiven Sonderausstellung "CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia" können die Besucher bis zum 27. August als Detektive auf Spurensuche gehen.

Freiberg.

Erstmals hat die terra mineralia, die Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg, Inhalte einer musealen Ausstellung in Form einer spannenden Geschichte aufbereitet. "Es ist der Versuch, etwas Neues zu wagen. Wir wollen auf diese Weise Wissen über die Seltenen Erden spielerisch vermitteln", beschreibt Anna Dziwetzki, Leiterin der terra mineralia, die Idee hinter der Ausstellung "CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia" , in der Besucher auf Spurensuche gehen.

In dem Krimi-Ausstellungsformat werden die Besucher selbst aktiv. An zwölf Stationen der Sonderschau wie dem Polizeilabor, der Wohnung und dem Büro lernen sie die Verdächtigen kennen und ermitteln den Mörder. Konzipiert wurde die Schau von der Geologin und Museologin Laura Charlene Hall aus den USA. Die 32-jährige Nachwuchswissenschaftlerin hat im Untertagebergbau, in der Umweltgeologie und bei Erdölbohrungen gearbeitet. Innerhalb ihrer Masterarbeit betreute sie in Seattle eine Sonderausstellung über Kriminalität. Für die Sonderausstellung in der terra mineralia kam sie für 18 Monate nach Freiberg.

"Es ist meine erste große Ausstellung. Daher freut es mich besonders, dass ich an diesem aufregenden Projekt mitarbeiten darf", erklärt Hall. Für die Planung und Umsetzung griff sie auch auf die Erfahrungen anderer Museen mit Kriminal- oder Spionagegeschichten zurück.

Während die Besucher Antworten auf die Fragen nach dem Mörder suchen, tauchen sie immer tiefer in die Welt der Seltenen Erden ein und erfahren viel über deren Bedeutung für den Alltag, die Mikroelektronik oder die Hightech-Industrie.

Parallel bietet die terra mineralia auch eine Detektivgeschichte für die jüngeren Besucher an, damit die ganze Familie gemeinsam ermitteln kann: "Gecko Gustav sucht seinen Stein!". Es ist eine Strecke, auf der Kinder dem Gecko Gustav, einer Eidechse aus Madagaskar und einem Haustier, bei der Suche nach seinem Stein helfen.

Alle Ausstellungsstücke der terra mineralia stammen aus der "Pohl-Ströher Mineralienstiftung". Im Jahr 2004 überließ die Ende vergangenen Jahres im Alter von 97 Jahren verstorbene Schweizerin Erika Pohl-Ströher ihre einzigartige Sammlung der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe. Damit erhielt die Freiberger Universität nach eigenen Angaben eine der bedeutendsten und wertvollsten privaten Mineralsammlungen der Welt. In der terra mineralia sind die edlen Stücke seit Oktober 2008 dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich. (cw)

 

Drei Stunden Mörderjagd

Die Ausstellung terra mineralia befindet sich Freiberger Schloss Freudenstein.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr (für Schulklassen auch zeitiger), Samstag, Sonntag und Feiertag von 10 bis 18 Uhr

Öffnungszeiten "Forschungsreise": Freitag von 11 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

Besuchsdauer: terra mineralia etwa 2 bis 3 Stunden, Schatzkammer oder einzelne Ausstellungsräume etwa 30 Minuten

Eintrittspreise: Schüler und Studenten: Tageskarte 5 Euro, Erwachsene 10 Euro, Familienkarte 22 Euro, Jahreskarte 35/20 Euro, Familienjahreskarte 80 Euro (cw)

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