In welchen Fällen darf er getötet werden?

Als geschützte Art darf der Wolf nur unter bestimmten Voraussetzungen "entnommen" werden. Die Mitte April 2019 beschlossene "Sächsische Wolfsmanagementverordnung" schafft dabei Rechtssicherheit. Bürger können sich an zuständige Behörden ihrer Landkreise wenden.

Wolf gesichtet? Ansprechpartner sind hier die Landkreise und Kreisfreien Städte. Sie entscheiden auch darüber, ob Tiere "vergrämt" oder getötet werden dürfen. Zudem steht ab Ende Mai das sächsische Wolfsmanagement beratend zur Seite.

Erst "vergrämen", dann schießen

Nähert sich ein Wolf auf 100 Meter dem Menschen oder hält sich an einem Wohngebäude auf, so dürfen zuständige Fachleute versuchen, die Tiere zu "vergrämen". Dabei werden Gummiprojektile auf die Tiere abgefeuert, um sie vom Menschkontakt abzuschrecken. Sollten sich Tiere trotzdem dem Menschen nähern - und zwar näher als 30 Meter - so können die Tiere zum Abschuss freigegeben werden.

Tötung auch bei wirtschaftlichen Schäden möglich

Eine Entnahme ist auch zur Vermeidung erheblicher wirtschaftlicher Schäden erlaubt. Sollte ein Tier zweimal Schutzmaßnahmen überwinden, die die Verordnung zum Wolfsmanagement beschreibt, kann es zum Abschuss freigegeben werden.

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