Mit Topf und Kelle in den Nutzgarten?

Warum Chefkoch Stefan Ficker seine Zutaten auch bei der Landesgartenschau pflücken könnte

Vor einigen Tagen noch, da musste Stefan Ficker Kelle und Kochtopf zwischen den Arbeitsfahrzeugen balancieren. Nun aber macht der Betriebsleiter der LAGA-Gastronomie schon mal seine Küche kochfertig. Schließlich muss er ab 20. April viele Menschen bewirten - und das möglichst mit gesunden Zutaten. Vielleicht kann er sich ja nach Tagesschluss in den Nutzgarten der Landesgartenschau schleichen. Denn dort werden allerlei Früchte wachsen, bei denen die Besucher gleich an Suppe, Salat oder andere Schlemmereien denken.

Vor allem können sie aber feststellen, dass ein Nutzgarten gar nicht hinter den bunten und blühenden Anlagen der Blumenbeete zurückstehen muss. So informiert zum Beispiel der Naturschutzbund NABU, dass das Vorurteil vom ungepflegten Ökogarten nicht stimmt. Hier werden eben nur Arten miteinander gepflanzt, die sich gegenseitig in der Schädlingsabwehr stärken, sich im Nährstoffbedarf ergänzen - oder sich aufgrund verträglicher Wurzelauscheidungen oder Düfte besonders gut "riechen können". So vertreiben sich zum Beispiel Möhren und Lauch gegenseitig die Fliegen, während umgekehrt Salat und Petersilie überhaupt nicht miteinander können. Wichtig sind natürlich auch aufeinander abgestimmte Wuchshöhen, Wurzelformen und Reifezeiten. Doch auch das können die Besucher, die selbst einen Nutzgarten anlegen wollen, bei der LAGA lernen. Und anschließend bei Stefan Ficker gesund schlemmen.

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