Möbelfabrik wird zur neuen Blumenhalle

Wie ein Stahlskelett mit 4000 Glaselementen erst zum Gewächshaus und dann zum Museum wird

Thomas Heinemann ist einer der Männer, die der Landesgartenschau 2019 ihr charakteristisches Gesicht geben. Der Mann ist Bauleiter. Unter seiner Aufsicht wird die ehemalige Lisema-Halle zum Blumenparadies umgebaut.

Lisema: Unter diesem Namen wurden zu DDR Zeiten am Frankenberger Stadtrand Polstermöbel gefertigt. Hervorgegangen war das zum VEB verstaatlichte Kombinat aus dem 1880 gegründeten Unternehmen "Steiners Paradiesbetten". 1995 meldete die nach der Wende zur GmbH umgewandelte Firma Konkurs an. Auch ein später dort untergebrachtes Möbelhaus machte wieder dicht. Nun wird sich die einstige Brache tatsächlich in eine blühende Landschaft verwandeln. Außer dem Gerippe ist das Gebäude der Blumenhalle nun quasi komplett neu. Etwa 50 Monteure und Handwerker geben ihm nun innen und außen den letzten Schliff. In der Schlussphase eines solchen Baues müssen die Gewerbe noch besser ineinander greifen, sagt Heinemann. An einem Acht-Stunden-Tag sei das nicht zu schaffen, sagte Heinemann jetzt in einem Interview der "Freien Presse". "Acht Stunden am Nachmittag", sagt er. "Am Vormittag noch einmal zwölf." Das Stahlskelett einer der Produktionshallen wurde mit mehr als 4000 einzelnen Glaselementen aufgepeppt. Nach der Gartenschau soll die Blumenhalle als Museum für Industrie- und Stadtgeschichte "Zeit-Werk-Stadt" um- und weitergenutzt werden.

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