Seit wann lebt der Wolf in Sachsen?

1904 wurde in Hoyerswerda der letzte Wolf erschossen und galt seitdem im Freistaat als ausgerottet. Wölfe, die in den nachfolgenden Jahren einwanderten, wurden immer wieder erschossen. Erst seit 2000 konnte sich der Wolf in Sachsen wieder ansiedeln und ist mittlerweile heimisch geworden.

1996 wurde in der Muskauer Heide auf einem Truppenübungsplatz erstmals wieder ein Wolf gesichtet. Vier Jahre später konnte dort das erste Rudel in Sachsen bestätigt werden. Ein Wolfspaar hatte sich mit mindestens vier Welpen in Sachsen niedergelassen. Von da an wuchs die Zahl der Tiere und Rudel stetig: Seit 2005 gibt es ein zweites Rudel. Ein Jungtier aus dem ersten Rudel hatte wahrscheinlich ein eigenes gegründet. Zehn Jahre nach dem ersten Rudel, also 2010, haben sich bereits fünf Wolfsrudel in Sachsen angesiedelt und haben zusammen mindestens 20 Welpen. Lokalisiert sind diese Wolfsvorkommen vor allem in der Oberlausitz, doch die Wölfe wandern nach Westen. Aktuell leben in Sachsen 18 Rudel und vier Wolfspaare, die noch kein eigenes Rudel gegründet haben. Eine genaue Zahl der in Sachsen lebenden Wölfe gibt es allerdings nicht. 

Die Quellpopulation in Sachsen zählt zu den westlichsten Ausläufern der baltischen Population, die Tiere kommen also aus dem osteuropäischen Raum. Die meisten Wölfe, die nun in Sachsen heimisch geworden sind, kommen aus Polen.

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