Wo die Sterne zum Greifen nah sind

Am 26. August 1978 startete der erste deutsche Kosmonaut, Sigmund Jähn, ins All. Die damals in seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz eröffnete Exposition entwickelte sich bis heute zu einer gesamtdeutschen Ausstellung.

Muldenhammer.

Es gibt es einen Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Raumfahrt zusammenkommen: die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz. Besucher können hier nicht nur Exponate wie Raumanzüge, Raketenmodelle und Satelliten bestaunen, sondern auch im originalen Trainingsmodul der Raumstation MIR erfahren, wie sich das Leben auf engstem Raum anfühlt. "In diesem Modul haben viele europäische Raumfahrer die erste Stufe ihrer Ausbildung absolviert", sagt Romy Mothes, Leiterin der Ausstellung.

Derzeit lohnt sich ein Besuch des Museums im Geburtsort des ersten deutschen Kosmonauten, Sigmund Jähn, ganz besonders. "Noch bis Ende 2018 ist ein Nachbau eines Mercury Raumschiffs im Maßstab 1:1, inklusive Rettungsrakete, als Leihgabe des Deutschen Museums München zu sehen", sagt Romy Mothes zu einem der spektakulärsten Ausstellungsobjekte. Mit einer solchen Kapsel habe John Glenn als erster Amerikaner dreimal die Erde umkreist.

Außerdem steht das Modell eines Sojus-Raumschiffes im Maßstab 1:5 in der Ausstellungshalle - direkt neben dem Nachbau einer Landekapsel - und veranschaulicht den Aufbau dieses russischen Transportsystems. "Das kam schon viele Jahre zuverlässig zum Einsatz - auch bei dem Raumflug von Sigmund Jähn", so Romy Mothes.

In einer aktuellen Sonderausstellung werden den Besuchern bis Frühjahr 2018 rund 100 Science-Fiction-Modelle aus Fernsehen und Kino präsentiert. "Dazu gehören auch Originalmodelle, die in den gleichnamigen Filmen als Miniaturen verwendet wurden", so die Leiterin. Gestaltet wurde die Exposition von den beiden vogtländischen Modellbauern Jörg Herbst und Marco Mädler, die ihre Miniaturen zum ersten Mal in einem Museum zeigen.

Eine abenteuerliche Reise zur Internationalen Raumstation ISS erleben die Ausstellungsbesucher im Ausstellungskino. Auf einem großen Spielplatz können die jungen Raumfahrtinteressierten ein kleines Astronautentraining absolvieren und dann mit dem "Space Ship One Junior" abheben. Ein Planetenpark im Außengelände, in dem das Sonnensystem maßstäblich dargestellt ist, rundet den Besuch der Schau rund um die Raumfahrt im Vogtland ab. (cw)

 

Kinder unter 6 sind frei

Öffnungszeiten: täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass ist 16.30 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 6, ermäßigt 3.50 Euro, Familienkarte (Eltern mit eigenen Kindern bis 16 Jahre oder Großeltern mit Enkelkindern bis 16 Jahre) 16 Euro, Kinder unter 6 Jahre frei (cw)

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