Kirchberger Schülerfirmen sind top

Elftklässler des Graupnergymnasiums haben beim Junior-Wettbewerb auf Landesebene die ersten drei Plätze belegt. Neben Lob gibt's dafür auch Pizza vom Schulleiter.

Kirchberg.

Günter Bachmann ist begeistert. "Schülerfirmen gibt es bereits seit Jahren an unserem Gymnasium. Aber dass gleich alle drei die besten auf Landesebene sind, das ist bisher einmalig", sagt der Schulleiter. "Für diese tolle Leistung lade ich alle zum Pizzaessen ein."

Diese Einladung ist nicht der einzige Lohn für die Teams. Die Firma Diverse, die Sachsens bestes Junior-Unternehmen 2018 ist, hat vom Veranstalter des Wettbewerbs, der gemeinnützigen Junior GmbH Köln, für sieben Schüler einen dreitägigen Berlin-Besuch zum Bundeswettbewerb in der nächsten Woche spendiert bekommen. Das zweitplatzierte Unternehmen Octaboost erhielt einen Pokal und 300 Euro, das drittplatzierte, Fr13nds, ebenfalls einen Pokal und 200 Euro.

Elisabeth Dobkowitz von Diverse freut sich riesig über den Sieg. "Wir haben uns bei der Firmengründung gesagt: Es ist gut, mehrere Standbeine zu haben, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Das hat super funktioniert", sagt sie. So hat das Unternehmen Anfang des Schuljahres erst einmal Kalender mit Bildern aus aller Welt und unter dem Titel "Moments", passend zu den Jahreszeiten, entwickelt. Diese wurden im Dezember erfolgreich verkauft. "Auch unsere T-Shirts und die Einkaufsbeutel mit selbst entworfenen Motiven sind ein Renner geworden", berichtet Niklas Leistner. "Weil sieben aus unserem Team im Blasorchester der Schule spielen, haben sie vier Konzerte in Grünau gegeben. Dadurch haben wir weiteres Geld eingespielt." So können nun alle 81 Anteilsscheine zu je 10Euro, die die Schüler selbst, aber auch Lehrer und Verwandte als Anschubfinanzierung gekauft hatten, wieder ausgezahlt werden. Von den knapp 2000Euro Gewinn finanziert Diverse die Firmenpräsentation zum Bundeswettbewerb. Und weil der Hauptstadtbesuch nur für sieben Jugendliche spendiert wird, aber neun zum Unternehmen gehören, ermöglicht die restliche Summe, dass alle mit in die Hauptstadt fahren können. "Das Geld ist aber nur die eine Sache", sagt Elisabeth Dobkowitz. Es habe auch großen Spaß gemacht. "Jeder konnte seine Fähigkeiten einbringen und hat dazugelernt, ich beispielsweise in Sachen Buchhaltung", sagt Niklas Leistner.

Lehrer Detlef Lissinna, der seit 2004 die Firmen am Gymnasium betreut, freut sich über das gute Abschneiden. "Die Unternehmensgründungen stellen die Schüler vor ganz neue Herausforderungen. Sie werden selbstständiger, lernen, Verantwortung zu übernehmen", sagt er. Einige würden später mit eigenen kleinen Firmen ihr Studium mit finanzieren oder nach dessen Abschluss in die Wirtschaft gehen. Zwei ehemalige Gymnasiasten, die in solchen Schülerfirmen gewirkt haben, seien heute stellvertretende Chefs in Familienunternehmen.

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