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Foto: Arno Burgi/dpa

Studie: In Chemnitz steigen die Gehälter schneller als die Mieten

Wohnen ist in Relation zum Durchschnittseinkommen in den meisten ostdeutschen Städten günstiger als noch vor elf Jahren - trotz gestiegener Mieten.

Von Jürgen Becker
erschienen am 17.01.2018

Chemnitz. In vielen Städten im Osten geht es seit Jahren aufwärts: Die Arbeitslosenquote sinkt seit Jahren teils rapide. Die Kaufkraft legt enorm zu - häufig zweistellig. Nicht nur in Potsdam, Leipzig, Dresden oder Jena, sondern auch in Chemnitz, Freiberg, Döbeln, Görlitz, Cottbus oder Greifswald steigen Einwohnerzahlen und Geburtenraten. Das spiegelt sich auch in den Mieten wider. Zwischen 2012 und 2017 legten sie zum Beispiel in Leipzig um 25 Prozent zu, in Dresden um 16,7 oder in Görlitz um neun Prozent. Um die vier Prozent waren es in Chemnitz oder Döbeln. In Freiberg waren es 3,3, Prozent. Das geht aus dem TAG-Wohnungsmarktbericht hervor, für den der Wohnungsmarkt in 27 ostdeutschen Wachstumsstädten untersucht wurde.


 

Demnach beträgt der Median der Mieten - das ist genau der Preis, bei dem die eine Hälfte der Mieter mehr und die andere weniger zahlt- in Chemnitz zum Beispiel um die fünf Euro pro Quadratmeter. Aber auch in Freiberg (5,71 Euro), Döbeln (4,79 Euro) oder Görlitz (4,73 Euro) gibt es der Studie zufolge günstigen Wohnraum. Denn dort müssen Mieter im Mittel nur zwischen 17,5 und 20,5 Prozent ihres durchschnittlich monatlich verfügbaren Haushaltseinkommens aufbringen. Das macht sie nicht nur zu den preiswertesten unter den 27 analysierten Städten. Sie gehören auch zu den 18 Kommunen, in denen der Anteil vom Durchschnittsgehalt, der im Mittel für die Warmmiete aufgewendet werden muss, seit 2006 gesunken ist. Dabei ging diese Quote in Chemnitz und Rostock am stärksten zurück.

Zum Vergleich: Dresden ist im Mittel mit 7,30 Euro je Quadratmeter das teuerste Pflaster in Sachsen - nur Berlin, Potsdam, Jena und Greifswald sind in Ostdeutschland noch teurer. Ein Durchschnittshaushalt hat in Dresden aber laut Studie ein monatliches Nettoeinkommen von durchschnittlich 2.090 Euro. Daher belasten die Wohnkosten die Haushalte auch im Mittel nur mit 23 Prozent. Selbst im Zentrum der Stadt liegt dieser Wert bei höchstens 30 Prozent. In Potsdam ist diese Quote, die als Obergrenze für bezahlbares Wohnen gilt, indes die Regel. Auch in den meisten westdeutschen Großstädten sind es mehr als 25 Prozent. In Berlin verschlingt die Miete in vergleichbar guter Wohnlage wie in Dresden sogar bis zur Hälfte des durchschnittlich verfügbaren Monatseinkommens.

 
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