Verbände der Unternehmer kritisieren EEG-Reform

Verbandschef Bunsen beklagt Benachteiligung ostdeutscher Verbraucher

Leipzig/Chemnitz.

Die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlins will auf dem Ostdeutschen Energieforum in der nächsten Woche in Leipzig ihre Kritik an der bisherigen Reform des Erneuerbaren-Energiegesetzes (EEG) erneuern. "Ein weiterer Anstieg der Strompreise wurde mit der Gesetzesnovelle nicht gebannt und die erhebliche Benachteiligung der ostdeutschen Verbraucher zementiert", sagte Hartmut Bunsen, der Sprecher der Interessengemeinschaft. Die Stromkunden im Osten müssten weiterhin deutlich höhere Energiepreise bezahlen, meinte er. Dies läge unter anderem daran, dass die Netzentgelte im Osten deutlich höher seien. "Wir fordern deshalb bundesweit einheitliche Netzentgelte", sagte Bunsen. Der Netzausbau im Zuge der Energiewende käme schließlich dem ganzen Land zu Gute, eine Vereinheitlichung der Entgelte wäre deshalb gerecht. Auf dem Ostdeutschen Energieforum will die Interessengemeinschaft, die mehr als 22.000 Unternehmer, Handwerker, Selbstständige und Freiberufler repräsentiert weitere Schritte der Energiewende sowie ihre Vorschläge zu einer umfassenden Reform des EEG diskutieren. "Bisher hatten die klein- und mittelständischen Unternehmen Ostdeutschlands in Energiefragen keine Lobby. Das wollen wir ändern", sagte Bunsen, Präsident des Unternehmerverbandes Sachsen.

Das Ostdeutsche Energieforum findet am 3./4. September in Leipzig statt. Infos: www.ostdeutsches-energieforum.de

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1Kommentare
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  • 0
    1
    Interessierte
    27.08.2014

    Das ist doch der Mann , der sich selbst so ein schönes Unternehmen aufgebaut hatte und die 8,50€ beanstandet hatte .



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