Volkswagen baut neues Team für «Internet der Dinge» auf

Bei Volkswagen in Dresden soll ab September ein Smart Production Lab die Digitalisierung vorantreiben. Dafür werden 22 IT-Experten neu eingestellt. Der Ministerpräsident begrüßte die Entscheidung.

Dresden (dpa/sn) - Der Autokonzern Volkswagen stellt am Standort Dresden ein neues Kompetenzteam mit 22 Mitarbeitern zum «Internet der Dinge» zusammen. Das Smart Production Lab wird sich um die Entwicklung von Softwarelösungen für die vernetzte Fertigung in Fabriken kümmern, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Das Team soll im September seine Arbeit aufnehmen. «Mit der Digitalisierung verändern sich die Prozesse und Systemlandschaften in allen Bereichen», erklärte Martin Hofmann, IT-Chef des Konzerns. Deshalb müsse das Expertenwissen in dem Bereich ausgebaut werden.

Für den Standort Dresden hätten unter anderem die Vorreiterrolle der Technischen Universität Dresden in der Kommunikationstechnologie sowie die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden gesprochen, sagte Jan Wipke, Leiter des Smart Production Labs.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) begrüßte die Entscheidung: «Eines der großen Zukunftsthemen ist die Digitalisierung», sagte er. Sachsen sei hier gut aufgestellt - «unter anderem mit einer hervorragenden Industrie- und Forschungslandschaft».

Auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) äußerte sich erfreut: «Dass ein Global Player wie VW [...] auf das Know-how aus Dresden setzt, [...] ist ein gutes Zeichen für das Automobilland Sachsen und die Anerkennung des großen Potenzials der hiesigen Forschungslandschaft.»

Volkswagen betreibt weitere Smart Production Labs in Wolfsburg, Barcelona, Berlin, München und San Francisco. Themen sind etwa künstliche Intelligenz, Big Data sowie virtuelle Realität.

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