Alte Dorfschulen im Wandel

Während ein altes Schulgebäude abgerissen werden soll, wird ein anderes bald als Wohnraum genutzt - jedoch mit Verspätung.

Langenbernsdorf/Trünzig.

Die ehemalige Dorfschule an der Schulstraße in Langenbernsdorf sowie die alte Schule in Trünzig sind seit Jahren geschlossen. Während jene in Langenbernsdorf seit Jahren leer stand, werden Teile der Trünziger Schule als Mehrzweckgebäude genutzt. Jetzt gibt es für eine von beiden einen Lichtblick. Im Dezember 2017 kaufte Alexander Plecher zusammen mit seinem Vater Gerd Plecher das Gebäude in Langenbernsdorf. Die beiden Geschäftsführer einer Rückersdorfer Firma hatten den Plan, die ehemalige Schule in ein Wohnhaus mit insgesamt sieben Wohnungen umzubauen.

Das Ziel von Alexander Plecher war es, das Vorhaben in der zweiten Hälfte diesen Jahres abzuschließen. Der Baufortschritt läuft aber nicht wie erhofft: "In der Verspätung spielen mehrere Aspekte eine Rolle", sagt Plecher, "zum einen haben wir mit Handwerkermangel zu kämpfen und auf der anderen Seite erlebt man bei so einem Altbau immer unvorhergesehene Überraschungen", sagt der 30-Jährige aus Rückersdorf. Dazu gehörten im speziellen Probleme bei der Statik und auch großer Sanierungsbedarf in Decken wie auch Wänden.

"Bisher sind die Hälfte der Balkone fertig gestellt", sagt der Bauherr. Mit einer Fertigstellung der Sanierung rechnet Plecher Ende des Jahres. Die sieben Wohnungen sollen Wohnflächen von 45 bis 110 Quadratmetern besitzen und alle mit einem Balkon ausgestattet sein. Begonnen haben die Arbeiten an der alten Schule Anfang 2019.

Auch die Zukunft des ehemaligen Schulgebäudes in Trünzig, bestehend aus einem Altbau und einem in DDR-Zeiten errichteten Ergänzungsbau, ist geklärt. Der Langenbernsdorfer Gemeinderat beschloss im März im Brachen-Entwicklungskonzept, dass der Anbau der ehemaligen Trünziger Schule abgerissen werden soll. Der Jugendclub, der sich im ersten Stock befand, ist bereits im Januar in das alte Hauptgebäude umgezogen. Seitdem steht der Anbau komplett leer und die Gemeinde sieht keinen weiteren Nutzen in den Räumlichkeiten. "Momentan warten wir noch auf die Bestätigung des Fördermittelantrags" , sagt der Langenbernsdorfer Bürgermeister Frank Rose (parteilos). "Wir hoffen, dass der Anbau noch dieses Jahr abgerissen werden kann", sagt er. Darüber hinaus würde das Gebäude einen negativen Eindruck im Ortsbild hinterlassen. Pläne für den Abriss gibt es schon seit drei Jahren.

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