Auf der Suche nach Rhythmus

Die mittelsächsischen Handballmannschaften dürfen wieder in der Halle trainieren. Für einige Teams gab es zuletzt noch weitere Fragen zu klären.

Weißenborn/Rochlitz.

Seit wenigen Tagen dürfen die Handballer wieder in ihrer angestammten Umgebung trainieren - den Sporthallen. Doch vor der neuen Saison stehen noch viele Fragezeichen und die Teams trainieren in unterschiedlichen Rhythmen.

Die Weißenborner Sachsenliga-Damen haben ihren ersten Teil zur Vorbereitung auf die kommende Saison abgeschlossen. "Wir trainieren am Freitag das letzte Mal, bevor wir drei Wochen Sommerpause machen", erklärt Trainer David Dehn. "Seit Mai hatten wir 13 gemeinsame Einheiten, von daher bin ich mit dem Ablauf sehr zufrieden." Trotz der Auflagen hätten die Weißenbornerinnen die Zeit effektiv nutzen können, was Dehn auch den idealen Bedingungen vor Ort zuschreibt. Nach der Pause steht für die Rotation-Damen am 12. Juli der offizielle Auftakt zur neuen Saison im Kalender. "Aber nur für uns in kleiner Runde des Teams", so Dehn. Ein internes Minigolfturnier sei ebenso geplant wie eine Alpaka-Wanderung und ein gemeinsames Abendessen. "Dort setzen wir uns dann die Ziele für die neue Spielzeit."

Bei den Bezirksklasse-Damen des BSC Motor Rochlitz war die Freude groß, am vergangenen Freitag wieder in die Halle zu dürfen. Und BSC-Trainer Daniel Eckelt nutzte dies gleich einmal für eine ausgiebige Einheit mit der Koordinationsleiter und anderen Trainingsgeräten. "Im Kraft- und Ausdauerbereich werden wir jetzt verstärkt arbeiten", kündigt Eckelt an. Daaufgrund von Corona kein Mannschaftssport möglich war, haben sich die BSC-Frauen individuell fit gehalten. Nach den ersten Lockerungen haben sie dreimal auf dem Hartplatz vor der Regenbogenhalle trainiert. "Neben dem Training gibt es nun auch einige Geburtstage nachzufeiern", sagt Eckelt mit einem Schmunzeln.

Noch am Anfang der Planung für die neue Spielzeit steht man indes bei Fortschritt Mittweida. Für die Position des Abteilungsleiters, die bislang Jan Müller innehatte, fanden die TSV-Verantwortlichen einen Nachfolger, wie Müller selbst sagt. "Mit André Hammerschmidt, der schon seit vielen Jahren in verschiedenen Positionen bei uns im Verein tätig ist, haben wir eine gute Lösung gefunden", so der 37-Jährige. Noch vakant ist dagegen die Trainerposition bei den Bezirksliga-Herren. Für Steffen Kopasz, der die Mannschaft nur bis zum Saisonende trainieren wollte, habe der Verein noch keinen Nachfolger, so Müller. Immerhin: Die Mittweidaer sind mit allen Teams wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, nachdem die Spieler sich individuell fit halten sollten. Nicht mehr dabei sind jedoch Matti Schott und Philipp Podzimek, die Mittweida verlassen haben. "Philipp wechselt zurück nach Claußnitz und Matti kehrt berufsbedingt nach Chemnitz zurück", erklärt Müller. Schwere Verluste für die Fortschritt-Handballer, die das Teamlaut Müller nicht so einfach kompensieren kann. Auch bei anderen Spielern sei noch in der Schwebe, ob sie in der neuen Serie für Mittweida auflaufen. "Der Kontakt ist durch Corona sehr eingeschränkt gewesen", erläutert der ehemalige Abteilungsleiter. "Es ist generell schwierig in unserer Region, neue Akteure zu gewinnen. Die Konkurrenz ist nicht ohne." Aus diesem Grund wollen sich die Mittweidaer auch auf zwei Punkte konzentrieren: die Jugendarbeit und den Status als Studentenstadt. "Wir haben hier 6000 Studierende. Da müssen wir mehr in diese Richtung werben, um eventuell neue Spieler für uns zu begeistern." Gleiches gelte für die Bezirksklasse-Damen, deren Ziel für die kommende Saison laut Müller, wie bei den Männern, der Klassenerhalt ist. "Der Kader ist sehr dünn besetzt, dazu kommen Babypausen", so der Mittweidaer.

Während die Handballer in Weißenborn, Rochlitz und Mittweida schon eifrig auf die Tore werfen, geht es bei der HSG Striegis ruhig zu. "Man sollte auch nicht vergessen, in welcher Liga wir spielen", sagt Mario Donner, Abteilungsleiter und Spielertrainer des Kreisligisten. "Wir haben vom Verband noch keinen Rahmenterminplan oder Staffeleinteilungen bekommen", so Donner. "Von daher bringt es wenig, Planungen zu machen ohne die Voraussetzungen zu kennen." Auch der Trainingsbetrieb ruhe aktuell, vieles stehe "noch in den Sternen", so Donner. "Da müssen wir uns erst einmal zusammensetzen und bereden, wie wir das gestalten."

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