Bürgermeister zur Brühl-Belebung: Mieter haben einen Ruheanspruch

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Lärmschutz und Baurecht sind laut dem Ordnungsdezernenten die größten Hindernisse bei der Entwicklung des früheren Boulevards zur lebendigen Meile. Stadträte machen indes politischen Druck: Am Rathaus dürfe Urbanität nicht länger scheitern.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    6
    994374
    18.02.2020

    Zitat: „Die Schließung der Coffee-Art-Bar zeige, dass das Zusammenspiel zwischen Verwaltung, Betreibern und Anwohnern verbessert werden muss, sagte Susanne Schaper, OB-Kandidatin der Linken. Sie fordert die Verwaltung auf, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass mehr buntes Leben am Brühl entstehen kann. CDU-Kandidatin Almut Patt äußert sich ähnlich: Der Brühl müsse aus dem Korsett eines Wohngebietes herausgeholt werden. Am Brühl müsse abends auch Live-Musik möglich sein, es gebe schließlich genügend Viertel in anderen Städten, wo dies funktioniere, so Patt.“

    - Die Frau Schaper und die Frau Patt huldigen noch einem Mythos, der vor ca. 20 Jahren initiiert wurde.
    Inzwischen wurden aber entgegengesetzte Realitäten geschaffen.
    Steigt ab, wenn Euer Pferd tot ist!

    Zitat: „Volkmar Zschocke, OB-Kandidat der Grünen, plädiert dafür, die Anwohner zu befragen, wie sie sich das Viertel wünschen. Er glaube, dass es für eine Entwicklung zum urbanen Gebiet eine große Offenheit gebe.“

    Nur zu. Das hatte ich bereits vor ein paar Tagen vorgeschlagen.

    Zitat: "Die Anziehungskraft des Brühls besteht ja gerade darin, dass er eben mehr ist als ein reines Wohngebiet", so Zschocke.

    Na wenn das so ist, dann kann es ja bleiben wie es ist!

  • 13
    1
    cn3boj00
    18.02.2020

    In Chemnitz agieren wohl einige Bürgermeister, die mehr als Verhinderer denn als Vorwärtsbringer agieren. Dazu gehört Herr Runkel, der immer nur erklärt, was nicht geht, und Herr Stötzer, den wohl nur sein Hobby Theaterquartier interessiert. Dabei liegt der Brühl in unmittelbarer Nachbarschaft und bildet über den Theaterplatz eine Achse zum Stadtzentrum.
    Aber die Herren in Chemnitz waren offenbar noch nie in den Nachtstunden in den Dresdner oder Leipziger Szenevierteln, wo das Leben pulsiert. Vielleicht organisiert das Rathaus mal einen Ausflug?
    Bezeichnend ist, dass selbst einfache Anträge im Bauamt Monate brauchen, und es auch gar nicht um Lärm um Mitternacht geht, sondern einfach nur darum, dass nicht schon 18 Uhr die Bordsteine hochgeklappt werden. Runkel sei dank.

  • 13
    4
    MuellerF
    18.02.2020

    Im derzeitigen Flächennutzungsplan finde ich KEIN EINZIGES "urbanes Gebiet"in Chemnitz, wie aus dem Brühl mal eins werden sollte. So sieht also zukunftsträchtige Statplanung & -entwicklung aus...! Wen's interessiert: https://www-10.stadt-chemnitz.de/mapapps/resources/apps/Themenstadtplan/index.html?lang=de

  • 34
    3
    Grizzlybär
    18.02.2020

    Wo kein Kläger, da kein Richter. Mögen sich zum einen bitte alle, die lärmempfindlich sind, nicht im Zentrum oder am Brühl niederlassen. Vor einigen Jahren hatte eine kleine Clique resoluter Stänkerer aus der Theaterstraße Großveranstaltungen im Zentrum zu Fall gebracht. Tolle Leistung!
    Wenn man sich andererseits die Szene-Entwicklungen beispielsweise in der Dresdner Neustadt oder Ecke Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig anschaut, dann kann Chemnitz vor Neid nur erblassen. Was ist hier los? Auch der Kaßberg boomt nicht vor Musikkneipen. Wenn die Stadt aus ihrem Dornröschenschlag erwachen und den hohen Altersdurchschnitt senken will, muss die Stadtverwaltung entsprechend planerische Voraussetzungen schaffen und gegenüber Stänkerern eine eindeutige Position beziehen. D.h. diesen nicht immer zu viel Verständnis entgegenbringen.

  • 35
    6
    Klemmi
    18.02.2020

    Ich kann den Kommentatoren vor mir nur beipflichten. Es rächen sich Versäumnisse der Vergangenheit und scheinbar auch die Grundidee geht nicht auf. Als der Brühl fast in Vergessenheit geriet, hätte es niemanden gestört, wenn im Erdgeschoss nach 22Uhr Musik abgespielt worden wäre. Hätte die Stadt jungen Menschen finanzielle Stützen zukommen lassen, zur Gestaltung und für Baumaßnahmen vorerst im kleineren Rahmen, dann wäre es im Sinne eines Studentenkiezes, es wurde aber medienwirksam die Werbetrommel gerührt und finanzielle Zuwendungen wurde bereitwillig angenommen, obwohl die Absichten der Stadt für dieses Gebiet längst bekannt waren. Chemnitz steht wieder vor der Frage, wo die Stadt in 20 Jahren stehen möchte. Junge Menschen sind notwendiger denn je, nur so wird uns Halle (Saale) noch mit der Einwohnerzahl überholen.

  • 38
    6
    gelöschter Nutzer
    18.02.2020

    "Miko Runkel, seit fast zwölf Jahren Bürgermeister für Recht und Ordnung in Chemnitz, sagte der "Freien Presse", aus seiner Sicht seien Musikkneipen, Bars mit Livemusik oder gar Diskotheken in Wohngebäuden am Brühl kaum zu realisieren."

    Den Satz sollte man einrahmen, zeigt er doch, dass eine Belebung des Brühl nie beabsichtigt und erwünscht war. In Sonntagsreden hat man jahrelang davon geschwafelt ohne die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen bzw. schaffen zu wollen. Man hat Leute, die diesen Reden geglaubt haben, ins offene Messer laufen lassen. Gut, man könnte auch sagen: "Selbst schuld!" Man hätte nur mal in die Statuten sehen müssen um zu erkennen, dass "nur bei entsprechenden baulichen Lärmschutzmaßnahmen im Inneren des Gebäudes" überhaupt die Möglichkeit bestehen könnte den Brühl zu beleben; an Außengastronomie gar nicht zu denken sein wird. Fakt ist wohl: Der Brühl ist ein Wohngebiet und soll das auch bleiben. Belebung ist unerwünscht und jeder, der es trotzdem versucht darf mit Problemen rechnen.

    Das es in anderen Städten auch anders geht und dort tatsächlich etwas mehr Lärm sein darf, zeigt auch, dass es an keinem unumstößlichen Gesetz scheitert, sondern am Willen nach absoluter Ruhe, der in weiten Teilen des Rathauses zu grassieren scheint. Ich habe den Eindruck, das seit 12 Jahren dies auch die eigentliche Mission des Herrn Runkel ist. Aus meiner Sicht wäre auch hier dringend Zeit für eine Neubesetzung. Das wird aber wohl nicht so schnell geschehen, da seine Amtszeit ja noch andauert und sogar als Hinderungsgrund für eine OB-Kandidatur angeführt wurde.

    "Allerdings räumte auch er [Müller] ein, dass einer solchen Umwidmung ein mehrjähriger bürokratischer Prozess vorausgehen müsste. "Aber man muss einfach mal damit anfangen, denn es ist eine Chance auch für den Brühl", so Müller."

    Das hätte man vor 20 Jahren machen müssen, als diese Idee erstmals aufkam. Da es damals die entsprechenden Regeln noch nicht gab, muss man den Leuten leider bescheinigen, dass sie Luftschlösser gebaut haben, die jetzt der Wind verweht. Herr Müller fällt mir hier erneut durch tolle Ideen auf, die dann andere ("man muss einfach mal") umsetzen sollen. Dann machen Sie's doch endlich mal, Herr Müller! Sich in alle möglichen Gremien wählen lassen und dann nicht über solche Sätze hinauskommen ist peinlich.

    "Gescheitert sei er letztlich an der nach seinen Worten trägen Bearbeitung seines Nutzungsantrages im Baudezernat. "Ich kann aber nicht Monate warten, bis die Verwaltung mal einen Antrag bearbeitet" [...] "Wenn ich das nicht mache, bin ich nach drei Monaten pleite", so Beyer. Nur das kapiere im Rathaus niemand."

    Natürlich nicht. Dort sitzen Menschen, die noch nie mit ihrem privaten Geld investiert haben, sondern ausschließlich Leute deren Geld jeden Monat in voller Höhe pünktlich auf dem Konto landet; egal ob in diesem Monat alles geklappt hat oder nicht. Das hier Menschen ihre private Existenz aufs Spiel setzen um eine Stadt zu beleben, kommt diesen Leuten gar nicht in den Sinn. Das Zeit im wörtlichen Sinn auch Geld sein kann, auch nicht.

    Kosmonaut abgesagt, Brühl-Belebung gescheitert -- Chemnitz, es geht voran!

  • 48
    6
    DS91
    18.02.2020

    Der Sonnenberg, der Brühl und der Kaßberg sollten als urbane Quartiere gelten! Es geht um mehr als nur ein paar Klubs und Bars, es geht um eine Belebung der Stadt, es geht darum junge Menschen in chemnitz zu halten. Wir sollten nicht die Fehler machen und die Jugend an den Stadtrand drängen. Eine neue Debatte wird notwendig sein, wie wir solche Kultureinrichtungen unterstützen können!