Bagger schiebt Erde für neues Wohngebiet

"Am Sonnenhang" in Lunzenau entstehen zwölf weitere Bauflächen. Damit kann die Stadt genügend Parzellen anbieten. Wollen dort mehr Häuslebauer investieren, dann gibt es Reserven.

Lunzenau.

Seit Wochenbeginn laufen Erdarbeiten im dritten Abschnitt des Wohngebietes "Am Sonnenhang" in Lunzenau, wo in den nächsten Monaten weitere zwölf Parzellen für Häuslebauer erschlossen werden. Im April wurde der Auftrag für die rund 460.000 Euro teuren Arbeiten erteilt. Laut Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU) seien die Erschließungsarbeiten, die den Einbau der Medien wie Wasser, Abwasser, Elektro und Telekommunikation sowie Straßenbauarbeiten beinhalten, bis November geplant.

Der dritte Bauabschnitt wird somit über fünf Grundstücke mehr verfügen als das zweite Teilgebiet, das Ende 2017 fertiggestellt worden war. Bislang gebe es Reservierungen für zwei Parzellen. Acht Häuser gehörten bereits zuvor zu dem Wohngebiet an der Erich-Weinert-Straße. Da seit 1996 ein Bebauungsplan für das Wohngebiet bestehe, müssten die Häuslebauer keinen Bauantrag stellen, eine Bauanzeige sei ausreichend.

"Es ist schön, wenn wir in ländlichen Regionen Baugrundstücke anbieten können", meint der Bürgermeister. Denn sollten die neu entstehenden zwölf Bauflächen künftig nicht ausreichen, sei Lunzenau in der Lage, weitere zu entwickeln.

"Wir haben uns bewusst entschieden, nach Bedarf zu erschließen." Denn wie sich die Nachfrage einmal entwickeln werde, sei mitunter schwer vorhersehbar. In den vergangenen Jahren seien laut Hofmann "viele alte Gebäude vom Markt genommen worden". Altbausubstanz, die nicht mehr zu retten war, habe man abgerissen. Sowohl die Wohnungsgenossenschaft als auch die Wohnungsbaugesellschaft hätten freie Kapazitäten, was Mietwohnungen betreffe. Andererseits gebe es Interesse an Bauland und an gebrauchten Immobilien. Die Stadt Lunzenau mit ihren rund 4200 Einwohnern freue sich deshalb auch über Interessenten von außerhalb.

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Auch andere Gemeinden und Städte schaffen Bauland

Im Südwesten von Rochlitz hat die Stadt ein rund 24.000 Quadratmeter großes Baugebiet geschaffen. Von den 21 Grundstücken sind bereits drei verkauft. Drei Kaufverträge mit Häuslebauern sollen demnächst unterschrieben werden. "Die Termine stehen", sagt die Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Bauen, Cornelia Quaas. Zwei weitere Verträge werden vorbereitet. Außerdem haben sich einige potenzielle Interessenten Bauparzellen reservieren lassen.

In Penig wird derzeit die Erschließungsstraße für das neue Wohngebiet "Lindengarten" geplant. Die künftige Eigenheimsiedlung mit einer Fläche von rund 9000 Quadratmetern entsteht auf einem Teilstück der Gartenanlage "Frohsinn". Die ersten vier der insgesamt 15 Parzellen, welche an der Jahnstraße liegen, sollen laut Stadtverwaltung in den nächsten 18 Monaten bebaut werden.

In Narsdorf soll das Baugebiet nördlich des Dachziegelwerks erweitert werden. Auf einem Areal von beinahe 27.000 Quadratmetern, das bis zur Oberen Dorfstraße reicht, möchte die Stadt Geithain 18 Parzellen für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser ausweisen. Neben einer Anliegerstraße muss dafür auch ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. (acr/ule)

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