Bauverzug beim Feuerwehrdorf

Die ersten Häuser stehen, allerdings noch im Rohbau. Doch es gibt nicht nur Sorgen in dem Jugend- erholungszentrum am Filzteich. Erwartet wird etwa eine Leihgabe aus Hohndorf.

Schneeberg/Hohndorf.

Ursprünglich sollten die drei ersten Häuser im neuen Floriansdorf auf dem Gelände des Kinder- und Jugenderholungszentrum "Am Filzteich" (Kiez) in Schneeberg schon fertig sein. Doch die Corona-Krise hat nach der Fertigstellung des Rohbaus den Neubau ausgebremst. Erst vor einigen Tagen wurde die Planung der Innenausstattung beendet. "Wir rechnen damit, dass wir in den nächsten zwei bis drei Monaten fertig sind", sagt Kiez-Geschäftsführer Frank Löffler.

Vor der geplanten Einweihung im September gibt es dennoch schon jetzt einen Grund zum Feiern: Das Floriansdorf erhält ein Feuerwehrfahrzeug mit kompletter Ausstattung. Es gehört der Freiwilligen Feuerwehr Hohndorf. Die Räte der Gemeinde hatten zugestimmt, dass dieses Fahrzeug, das aktuell ungenutzt im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Jahnsdorf steht, als Leihgabe nach Schneeberg geht. Das Fahrzeug soll künftig neben der Feuerwache stehen und als Anschauungsobjekt fürs praxisnahe Lernen dienen. Denn im Floriansdorf, in dem vor einem Jahr Baustart war, geht es um Sicherheits- und Brandschutztraining für Kinder.

Mit Beginn des neuen Schuljahrs soll die Anlage zur Verfügung stehen, erklärt Löffler. Im ersten Bauabschnitt entstehen ein Feuermuseum, eine Feuerwache mit Rettungsleitstelle und ein Haus der Gefahren und Rettung. Perspektivisch sollen es insgesamt neun Gebäude werden. Doch Corona hat nicht nur das Baugeschehen ausgebremst. Im Kiez ist es aktuell eher ruhig. Die Mitarbeiter sind zum Großteil in Kurzarbeit. Nur in der Verwaltung und im Technik-Bereich sind noch Mitarbeiter da. Bislang waren Gruppen-Übernachtungen nicht möglich. Wie Frank Löffler erklärt, sind rückblickend rund 20.000 Übernachtungen weggefallen. Insgesamt hatten die Schneeberger 2020 mit 38.000 Übernachtungen geplant. Löffler ist froh, dass man jetzt zumindest einzelne Familien wieder beherbergen kann. Auch mit größeren Gruppen und Sportvereinen könne es jetzt wieder los gehen. Schulklassen sind grundsätzlich bis Schuljahresende storniert.

Frank Löffler ist aber optimistisch: "Wir hoffen auf die Ferien. Da gab es jetzt Gespräche mit dem Sozialministerium." Ein Hygienekonzept ist eingereicht, das für Ferienlager in allen Kinder- und Jugenderholungszentren im gesamten Landesverband gelten soll. "Wir rechnen damit, dass wir die Ferienlager durchführen. Bei den aktuell geltenden Abstandsregeln ist es möglich, dass mehrere Personen in einem Zimmer untergebracht sind."

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