Blütenmeer im Oberland

Auf einigen Wiesen kann man diese Blütenpracht bestaunen. Bei Saalig, Schilbach und Hermsgrün (Foto) baut die Agro-Dienst-Marktfrucht GmbH Markneukirchen Mohn an. "Als Betrieb sind wir experimentierfreudig. Wir sind in Sachsen der zweitgrößte Anbauer von gebietsheimischen Wildpflanzen für die Gewinnung von Saatgut", sagt Geschäftsführer Michael Kilian. Vor zwei Jahren wurde damit begonnen, Sommer- und Wintermohn anzubauen. In diesem Jahr auf rund 78 Hektar. Geerntet wird der Wintermohn abhängig vom Wetter Ende Juli und der Sommermohn vier Wochen später - ganz normal mit dem Mähdrescher. 2019 waren es 300 Kilogramm pro Hektar. Der Ertrag wird an den Großhandel als Backmohn geliefert. Der Anbau und die Verwendung von Mohn unterliegen laut Kilian sehr strengen gesetzlichen Bestimmungen. Der Morphingehalt dieser Art pro einem Kilogramm beträgt unter vier Milligramm. Fotos von der Blütenpracht sollten nur vom Feldrand aus gemacht werden. "Leider wurden schon Pflanzen ausgerissen und mitgenommen. Das ist eine Sachbeschädigung", so Kilian. (eso)

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