Chemnitz: Die geteilte Stadt

Vor einem Jahr hat Chemnitz die schwärzesten Tage seiner jüngeren Geschichte erlebt. Nach der Tötung eines Mannes zogen tausende Demonstranten durch die Innenstadt, in der ersten Reihe Neonazis mit Hitlergruß. Das Chemnitz-Bild war geprägt. Wie geht es der Stadt heute? Ein Annäherungsversuch.

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20Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    3
    gelöschter Nutzer
    27.08.2019

    @thomboy: Bei Ihnen kann ich immer wieder nur mit dem Kopf schütteln, wie man mit solchem Selbstbewusstsein solches Unwissen vor sich her tragen kann.

    Am besten, sie lesen hier noch mal nach:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schengener_Abkommen

    Es geht in den verschiedenen Schengen Abkommen um die Abschaffung der Personen- und Zollkontrollen im Großen und Ganzen innerhalb der EU.

  • 2
    2
    MuellerF
    27.08.2019

    @thombo01: Sicher können Sie dann entsprechende Textpassagen zitieren?
    Ich bin gespannt!

    Sie schrieben: " Das Schengen Abkommen sagt aus das jeder Flüchtling in das Land zurückgeführt wird in dem er die EU betreten hat."
    Das ist Gegenstand der Dublin-Verträge, nicht des Schengen-Abkommens!
    Das Schengen-Abkommen regelt zwar die reguläre Einreise von Staatsangehörigen von Drittstaaten die nicht zum Schengengebiet gehören, also zB Pass- & Visapflichten, aber KEINE Zuständigkeiten in Asylverfahren!

    " Die Länder der EU Ausengrenzen sind für die Sicherung der EU Ausengrenzen verantwortlich." Das hingegen ist wirklich Bestandteil des Schengen-Abkommens.

  • 2
    2
    gelöschter Nutzer
    27.08.2019

    MuellerF: Da liegen sie wieder mal falsch. Das schengen regelt die flüchtlingsströme und sagt genau das aus was ich in meinem Artikel geschrieben habe.

  • 4
    4
    MuellerF
    27.08.2019

    @thombo01: Ihre Sachkenntnis ist mal wieder überwältigend-das Schengen-Abkommen dreht sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Personen- & Warenverkehr innerhalb der EU. Sie meinten wohl die "Dublin"- Abkommen. Doch auch da liegen Sie falsch. Diese Abkommen regeln Pflichten der Länder zur Aufnahme von Flüchtlingen, verbieten es aber nicht, darüber hinaus mehr zu tun, wie es D. 2015 tat.

  • 10
    13
    franzudo2013
    25.08.2019

    Auf Lügen kann man keine Zukunft bauen. Frau Ludwig hat ihre Stadt verleugnet. Ein toter Chemnitzer war unwichtig, Chaoten waren wichtig. Sie sollte zurück treten. Ohne Frau Ludwig und ihre verblendete SPD wird vieles leichter.

  • 14
    8
    OlafF
    25.08.2019

    @Echo: Ein guter Beitrag von Ihnen,

    auch wenn wir im Weltmaßstab eigentlich nur eine mittlere Großstadt sind, darin gebe ich Ihnen recht. Aber hier und jetzt hat ein Prozess begonnen, bei dem klar wird, dass die Probleme nur gemeinsam lösbar sind. Chemnitz kann ein Beispiel dafür werden, wie durch Beteiligung aller Kräfte um gemeinsame Lösungen gestritten werden kann. Eine Ausgrenzung Einzelner oder Mundtot-Machung von „Problembürgern“ hatte in der Vergangenheit bereits keinen Erfolg. Nun haben die sächsischen Zeitungen und der MDR eine gute Basis geliefert, indem sie alle Meinungen zuließen, auch solche, welche nicht gefallen.

    Hat „Unteilbar“ nicht auch etwas mit Teilhabe zu tun? Aufgabe und Verantwortung der Gewerkschaften, Gemeinschaften, Parteien und Vereine dürfen sich nicht nur auf verbale Aussprache und Einseitigkeit reduzieren, sondern müssen auch Andersdenkenden Gehör schenken und vernünftige Kompromissvorschläge zulassen, auch wenn sie einmal nicht aus den eigenen Reihen kommen.

    Des weiteren sollten wir uns bewusst sein, dass durch die Verschiedenheit der Ansichten, nur durch einen tragfähigen Kompromiss, eine weitere Spaltung der Gesellschaft verhindert werden kann.

    Durch jegliches Aufhetzen der Bevölkerung, zum Flüchtlingsgegner, ob zum Klimahysteriker oder Leugner, ob der Diffamierung als Stalinist, Maoist, Faschist oder Rassist. Wem nützt die Uneinigkeit an der Basis, in der Bevölkerung und im täglichen Leben ? Denen, die davon leben... Es bietet sich an, sich besser zu rechtfertigen, hauptsächlich eigene Interessen durchzusetzen und Mittel und Kräfte aus der Radikalisierung von einseitigen Ansichten zu mobilisieren.

    … ein paar Worte noch zum Flüchtlingsdeal.

    Trotzdem dürfte klar sein, dass der Flüchtlingsdeal zwischen Angela Merkel und Ahmet Davutoglu „aus der Not heraus“ und an Griechenland vorbei abgeschlossen wurde . Parallel dazu haben die Balkanstaaten beschlossen nur noch Flüchtlinge einreisen zu lassen, welche im jeweiligen Balkanstaat selbst und mit gültigen Ausweispapieren ASYL beantragen.

    Jedem sollte bewusst sein, dass bei erneutem Anstieg der Flüchtlingszahlen, die Türkei für jeden an der Grenze zurückgewiesenen syrischen Flüchtling ein legales Ticket für einen registrierten syrischen Flüchtling Richtung EU bekommt. Dafür braucht es langfristigere Lösungen und nicht die Rettung der eigenen haut bis zur nächsten Wahl...

  • 26
    23
    gelöschter Nutzer
    25.08.2019

    Falsch Echo. Es ist keine "Auslegung" des schengen sondern so lautet das schengen. Und ja, die flüchtlingsströme sind auch in chemnitz und die Auswirkungen sind jeden Tag sichtbar und spürbar. Und ohne die falsche Entscheidung von Frau M. Wären diese flüchtlingsströme gar nicht erst Zustände gekommen.

  • 36
    30
    Echo1
    24.08.2019

    Wir sollten uns nicht nur unser kleines
    Chemnitz angucken. Das ist mir hier alles zu aufgeregt. Wir sind nicht losgelöst von
    der Welt. Wir sollten die Probleme in der Gesamtheit sehen. Auslegung Schengen
    hin und her. Die Flüchtlingsbewegung ist Tatsache und hat seine Gründe. Und Lösungen gibt es nur global und sachlich
    und ohne Rassismus. Und die Masse der
    Flüchtlinge sind ganz woanders und nicht in Chemnitz und nicht in Deutschland. Und jeder AfD-Freund
    müsste Frau Merkel dankbar sein, denn sie
    hat Flüchtlingsströme durch das Türkeiabkommen gestoppt. Ich kann es nicht mehr hören: Frau Merkel hat die alle reingelassen. So ein Unsinn. Seid nett zu Euren Nachbarn und verträgt Euch mit dem Rest.

  • 37
    18
    Einspruch
    24.08.2019

    Distelblüte, was Sie schreiben, ist linkspopulistische Geschichtsverfälschung. Natürlich gibt es Grenzen im Schengenraum, schauen Sie mal auf aktuelle Landkarten und Navi’s. Es wurden nur die Kontrollen weitgehend abgeschafft.
    Da hatte aber auch niemand mit Mißbrauch und illegaler Einwanderung im großen Stil gerechnet.

  • 33
    19
    gelöschter Nutzer
    24.08.2019

    Falsch, Distelblüte. Das Schengen Abkommen sagt aus das jeder Flüchtling in das Land zurückgeführt wird in dem er die EU betreten hat. Die Länder der EU Ausengrenzen sind für die Sicherung der EU Ausengrenzen verantwortlich. So wie es Salvini endlich tut. Das wurde bisher fast nicht angewendet.

  • 5
    25
    Interessierte
    24.08.2019

    ... in der ersten Reihe Neonazis mit Hitlergruß.
    ( und eine riesengroße Fahne hatten die gehalten auf der Treppe vor dem Kopf , hatte man diese Leute gefaßt ?

  • 32
    7
    OlafF
    24.08.2019

    Distelblüte@ Hab ich im Urlaub irgend etwas verpasst ?

    Das Schengener Abkommen regelt die Abschaffung stationärer Grenzkontrollen einer begrenzten Anzahl europäischer Staaten. Dies schließt jedoch nicht die Möglichkeit aus, jederzeit bei entsprechender Erfordernis davon Gebrauch zu machen, stationäre Grenzkontrollen durchzuführen, Personen ohne Papiere bzw. ohne gültige Ausweispapiere zurück zu weisen und Kriminelle festzunehmen.

    https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/dresden-ort28601/g7-gipfel-2015-grenzkontrollen-schleuser-schmuggler-festgenommen-5066900.html

    Die territorialen Grenzen der betreffenden souveränen Nationalstaaten wurden nicht abgeschafft. Bitte immer schön bei den Tatsachen bleiben! Voraussetzung für Freiheit und Sicherheit ohne stationäre Kontrollen ist die Sicherung der europäischen Außengrenzen. Wenn diese Sicherheit gewährleistet ist, dann gibt es kaum Gründe die dagegen sprechen.

  • 36
    12
    saxon1965
    24.08.2019

    @Diestelblüte: So gesehen haben sie zwar Recht, aber die Wortklauberei oder nennen sie es Unkorrektheit, geht am Thema vorbei.
    Fakt ist, dass Frau Merkel weder vorher den Bundestag befragt hat, noch sich breiter Zustimmung sicher sein konnte, als sie die in Ungarn festsitzenden Flüchtlinge unkontrolliert ins Land lies.
    Wer sollte der Souverän sein und wer der gewählte Erfüllungsgehilfe?
    Wo wir jetzt stehen und was in Zukunft sich noch alles aus dieser Entscheidung entwickeln wird, kann heute noch Niemand absehen. Das Land ist jedoch nicht mehr das selbe. Auch wenn prinzipiell Veränderungen was Gutes haben können, wenn man sie beeinflussen kann, sollte das von der Mehrheit getragen sein.
    Man sollte heute mal abstimmen lassen, von den Bürgern/innen.

  • 34
    20
    1371270
    24.08.2019

    Ach Distel, immer schön linientreu, wie es früher hieß!

  • 33
    16
    j35r99
    24.08.2019

    Saxon, Ihr Beitrag ist ausgewogen und trifft den Nagel auf dem Kopf.

    Distelblüte,zur Richtigstellung: schon mal was gehört von der Sicheren Herkunftstaatenreglung, Asylkompromiss 1993, Rückführung Asylsuchende?
    Scheinbar nicht.

    Lesen Sie mal in Wik. und suchen Sie den Begriff "Grenzregime der BRD".
    Das wird Sie sicher erhellen.

  • 34
    23
    ArndtBremen
    24.08.2019

    @Distelblüte: Warum leugnen Sie die Geschichte? Haben Sie ein Problem mit der Wahrheit? Es geht eben nicht nur nach Ihrem Kopf. Chemnitz hat viele Köpfe.

  • 35
    13
    Lesemuffel
    24.08.2019

    Sehr gut Saxon, Ursache und Wirkung aufgezeigt. Kleine Korrektur, Merkel hat die Grenzen nicht geöffnet, die waren uns sind weiter ohne Kontrolle, zusätzlich, man erinnere sich an das Selfie Merkels mit einem Flüchtigen, ist ihr Handeln als Einladung verstanden worden. Ihr Statement: "... ja nun sind sie eben da" ; "wir schaffen das". Wer sind "wir" und was soll "geschafft" werden.?

  • 28
    43
    gelöschter Nutzer
    24.08.2019

    @saxon: Da ist viel wahres dabei, was Sie schreiben. Aber: es gab 2015 KEINE Grenzöffnung durch Angela Merkel.
    Das Schengener Abkommen und damit der Schengenraum, dem sowohl Deutschland als auch Ungarn angehören, haben keine Grenzen.
    Das was Sie und andere damit am Leben halten, sind rechtspopulistische Falschaussagen.

  • 37
    21
    gelöschter Nutzer
    24.08.2019

    eine kleine Ergänzung noch, Neonazis mit HItlergruss, war da nicht was mit nem Linken der den Hitlergruss gezeigt hat?

  • 44
    16
    saxon1965
    24.08.2019

    Ein sicher gut gemeinter Artikel, aber alles schon zig mal gehört, gelesen und diskutiert. Jeder hat bei diesen Dingen seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Schlimm was da alles seit einem Jahr passiert ist und (teilweise wie) berichtet wurde.
    Man muss sich jedoch mal ehrlich machen und für die Zukunft die Lehren daraus ziehen.
    Wenn man Demagogen das Feld überlässt, weil die Staatsführung versagt, dann werden Themen missbraucht und Menschen in die Irre geleitet.
    Für mich stehen all diese Ereignisse in direktem Zusammenhang mit Merkles Alleingang bei der Asylpolitik, dem Umgang mit den Bürgern/innen, dem Ignorieren und Leugnen von Problemen und Missständen.
    Dieser Artikel ließe sich auch chronologisch aus dieser Richtung verfassen.
    Grenzöffnung ohne Kontrollen ... Überforderungen der Kommunen (personell, räumlich, finanziell), Umgang mit den Kritikern (Pegida, Pack) und so weiter.
    Es wäre sehr viel zu verhindern gewesen! Für viele Menschen auch so manches Verbrechen in diesem Land und so mancher finanzieller Notstand.
    Für unsere Politiker war es lange Zeit, teilweise bis heute, der einfachste Weg Kritiker in die rechte Szene zu verorten. Sehr gefährlich!