229 Sirenen im Landkreis heulen gleichzeitig

Testlauf am 10. September: Auch Medien und Apps warnen Bevölkerung

Zwickau.

Erschrecken Sie am kommenden Donnerstag nicht, wenn plötzlich überall Sirenen erklingen und die Warn-App Ihres Smartphones sich bemerkbar macht. Keine Angst! Es ist nur ein Test für den Ernstfall. Am 10. September findet der erste bundesweite Warntag statt, an dem in ganz Deutschland sämtliche Warnmittel erprobt werden. Der Bund wird eine Probewarnung an alle sogenannte Warnmultiplikatoren schicken. Diese versenden die Nachricht an die Endgeräte. Dazu werden um 11 Uhr in ganz Deutschland Sirenen heulen, Warn-Apps piepsen, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen.

"Ziel dieser Aktion ist es, die Bevölkerung für das Thema Warnung zu sensibilisieren, Funktion und Ablauf einer Warnung besser verständlich zu machen und auf die verfügbaren Warnmittel aufmerksam zu machen", umreißt Carsten Michaelis, Beigeordneter des Zwickauer Landrates und in dieser Funktion auch für den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz zuständig, das Anliegen. Für den Landkreis Zwickau und den Vogtlandkreis wird das Signal in der Rettungsleitstelle an der Crimmitschauer Straße in Zwickau ausgelöst.

Warnmultiplikatoren sind Behörden, Organisationen und Unternehmen (zum Beispiel Deutsche Bahn), alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und ein Großteil der privaten Medienhäuser, Internet- und Pagingdienste sowie App-Betreiber, von denen die Warnmeldungen an die Bevölkerung weitergeleitet werden. Laut Steffen Kühnert, Leiter der Leitstelle im Feuerwehramt der Stadt Zwickau, gibt es entsprechend der Gefährdungslage drei Warnstufen (1: hoch, 2: mittel, 3: niedrig). Am Warntag wird die Stufe 3 ausgelöst. Die 229 Sirenen im Landkreis Zwickau erklingen mit einem einminütigen auf- und abschwellender Heulton: sechs Töne von je fünf Sekunden Dauer mit fünf Sekunden Pause.

"Wir wollen die Menschen darüber informieren, was der Ton bedeutet, und wie sie sich verhalten sollen", erklärt Kreisbrandmeister Alexander Löchel. Die Bürger sollten ihre Rundfunkgeräte einschalten oder sich über verschiedene Warn-Apps über die Lage informieren. Um 11.20Uhr wird alles vorbei sein. Dann erfolgt mit einem einminütigen Dauerton die Entwarnung.

11 Kommentare

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    DTRFC2005
    06.09.2020

    So sehr wie ich diesen Warntag begrüße, so hoffe ich doch sehr, das die Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen, ihre Bewohner dahingehend ausreichend informieren, das es sich halt NUR um einen Probelauf handelt.