33-Jähriger wegen Hitlergruß erneut vor Gericht - Berufung gescheitert

Ein 33-jähriger Chemnitzer hat sich am Donnerstag erneut vor Gericht verantworten müssen, weil er am Rande einer Demonstration in Chemnitz den Hitlergruß gezeigt haben soll. Das Amtsgericht hatte ihn im September wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Tateinheit mit versuchter Körperverletzung zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt, die zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt wurde. Gegen das Urteil, das im ersten von mehreren Schnellverfahren nach den Ereignissen nach dem Stadtfest fiel, gingen sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Verteidiger in Berufung.

Vor dem Landgericht räumte der Angeklagte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein und bezeichnete sein Verhalten als "Mist". Am 1. September hatte er nach dem Ende einer gemeinsamen Kundgebung von AfD, Pegida und Pro Chemnitz auf der Brückenstraße den Hitlergruß gezeigt. Als Polizisten seine Identität feststellen wollten, weigerte er sich und griff einen Beamten an. Der Staatsanwalt forderte vor dem Amtsgericht eine Haftstrafe ohne Bewährung. "Der Staat muss bei solchen Delikten Flagge zeigen", sagte er. Die Verteidigung plädierte für eine Bewährungsstrafe. Das Gericht wies die Berufungen zurück und bestätigte das Urteil des Amtsgerichts. Der Chemnitzer muss zudem 2000 Euro zahlen. (lumm)

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5Kommentare
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  • 13
    1
    Distelblüte
    13.12.2018

    @ArndtBremen: Was haben Sie gegen den Grundsatz "Nie wieder Faschismus"? Ihn allein der linksextremen Szene zuzuschreiben ist zudem völlig falsch. Eine breite bürgerliche Mehrheit würde diesen Satz sofort unterschreiben. Ausgenommen die Fans von rechtsnationalen Gruppierungen natürlich. Die verschließen die Augen vor offensichtlichen Parallelen.

  • 12
    3
    Freigeist14
    13.12.2018

    Arndt Bremen@ da liegen Sie völlig daneben : Ich mag keine Typen,die so etwas brüllen . Dieser Schwur kommt von der Vereinigung Verfolgte des Naziregimes VVN. Und diese Veteranen haben mit der ANTIFA und den Antideutschen nichts gemein .

  • 6
    17
    ArndtBremen
    13.12.2018

    @Freigeist 14: Ihr Parolen klingen sehr nach Antifa. Mögen Sie die Typen, die "Deutschland verrecke" brüllen?

  • 17
    7
    Freigeist14
    13.12.2018

    Das solche Taten vor Gericht landen macht deutlich,das es dabei kein Wegsehen geben darf : Nie wieder Faschismus !

  • 7
    21
    frankjac
    13.12.2018

    Das solcher Unfug überhaupt vor Gericht verhandelt wird macht deutlich, dass wir scheinbar keine anderen Probleme haben!



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