Ärger über viereinhalb Monate Straßensperrung in Grüna

Bis Mitte November ist die Ortsdurchfahrt nur noch landwärts offen. Darüber informiert wurden aber nicht alle Betroffenen.

Grüna.

Simon Weissflog rechnet mit dem Schlimmsten. Gerade erst hat der Geschäftsführer den Umbau seiner Tankstelle an der Chemnitzer Straße/Ecke An der Wiesenmühle in Grüna abgeschlossen, da muss er erhebliche Umsatzeinbußen befürchten - für viereinhalb Monate. Denn bis Mitte November wird die Chemnitzer Straße zwischen Reichenbrander und Limbacher/Mittelbacher Straße halbseitig gesperrt und zur Einbahnstraße landwärts. In Richtung Chemnitz werden die Fahrzeuge über die Mittelbacher und die Straße An der Wiesenmühle umgeleitet. Lastwagen, die höher als 3,80 Meter sind, müssen über Limbach-Oberfrohna fahren.

Grund dafür ist ein gemeinsames Bauvorhaben der Stadt, des kommunalen Abwasserentsorgungsbetriebes ESC und des Versorgers Eins. Für insgesamt rund 634.000 Euro, davon 516.000 Euro Fördergeld, sollen der Abwasserkanal, die Trinkwasserleitung und Teile des Regenwasserkanals sowie der Fahrbahnbelag auf dem Abschnitt erneuert werden. Zudem will die Stadt die Bushaltestellen an der Reichenbrander Straße barrierefrei umbauen. Das hat der Stadtrat am 23. Mai beschlossen. Zwei Tage später informierte das städtische Amtsblatt über Ergebnisse der Sitzung, ohne allerdings die Chemnitzer Straße in Grüna zu erwähnen. Die Stadtverwaltung verweist auf Anfrage auf eine Veröffentlichung im Ortschaftsanzeiger vom 23. März. Dort war allerdings noch von einer Bauzeit von Ende Mai bis Ende Oktober die Rede.

Grünas Ortsvorsteher Lutz Neubert spricht von irritierenden Aussagen im Vorfeld und hätte sich daher vor Baubeginn verbindliche Informationen für alle Anwohner und betroffenen Gewerbetreibenden gewünscht. Zumindest im unmittelbaren Baustellenbereich gab es solche wohl auch. "Uns hat vor etwa zwei Wochen ein Vertreter der Baufirma erläutert, was auf uns zukommt", heißt es etwa von der Firma Zweirad-Markert. "Mich hat niemand informiert", sagt dagegen Simon Weissflog und vermutet als Grund dafür, dass seine Tankstelle wenige Meter vor Beginn der Einbahnstraße liegt. Jetzt fürchtet der Geschäftsführer, dass kaum ein Autofahrer von der Umleitungsstrecke wieder ein Stück in die Gegenrichtung fährt, um bei ihm zu tanken.

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1Kommentare
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  • 3
    1
    cn3boj00
    03.07.2018

    Wieso werden hier so viele Falschmeldungen verbreitet?
    Erstens ist die stadtwärtige Richtung grundsätzlich für Lkw gesperrt, nicht nur für welche ab 3,80m. Dnn die Brücke über die Mittelbacher Str. ist nur 3,50m hoch und deshalb ist das Stück schon immer für Lkw gesperrt. Die Beschilderung in Grüna zeigt auch ganz klar ein Sackgassenschild für alle Lkw.
    Zweitens weiß ich nicht welches Problem Herr Weißflog hat. Seine beiden Tankstelleneinfahrten auf der Chemnitzer Str. und der Wiesenmühle sind weiter benutzbar. Sowohl stadt- als auch landwärts fahrende Fahrzeuge können in die Tankstelle, ohne Umwege zu fahren. Aber manchmal muss man sich eben aus Prinzip aufregen...



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