Alles für den schönsten Tag im Leben

Auf der Hochzeitsmesse im Wasserschloß Klaffenbach gab es Anregungen von Ringen bis zur Torte. Paare kommen oft schon mit klaren Vorstellungen.

Im Innenhof begrüßten weiße Limousinen die Besucher. Im Wasserschloß Klaffenbach selbst waren zur Hochzeitsmesse am Samstag auf vier Etagen annähernd 40 Aussteller vertreten, welche die angehenden Paare und sonstigen Interessierten auf allen Gebieten rund um die Eheschließung beraten wollten: vom Brautkleid und den Trauringen über die Hochzeitstorte, das Styling und Dekorationen bis hin zu Erinnerungsfotos und der Reise in die Flitterwochen.

Im Vordergrund standen dabei keine aktuellen Trends, sondern die persönlichen Bedürfnisse und Ansprüche der Brautpaare. Annett Günther, die die Messe im Wasserschloß leitete, erklärte, dass sich viele Paare bereits im Vorfeld Gedanken machen und mit recht klaren Vorstellungen zur Messe kommen, um sich dort über die Umsetzung zu informieren. Die Aussteller seien vorbereitet, auf alle individuellen Wünsche der Paare einzugehen, die sich so ihre ganz persönliche Hochzeit zusammenstellen können.

Schon bei den Ringen eröffnen sich den Trauwilligen ungeahnte Möglichkeiten: Neben den klassischen Edelmetallen wie Weiß- oder Roségold fertigen Juweliere wie Gottfried Bogda aus Radeberg auch Eheringe aus Titan oder Stahl an und verzieren sie mit den verschiedensten Gravuren oder mit Diamanten. Doreen Biedermann von einer Goldschmiede aus Sebnitz bietet Paaren sogar die Möglichkeit, sich ihre Ringe selbst zu schmieden - die Braut für den Bräutigam und umgekehrt.

Torten für jeden Geschmack fertigt beispielsweise die Konditorei Seidel aus Gelenau. Dort werden klassische Hochzeitstorten mit mehreren Etagen angeboten, alternativ stehen aber auch kleine Törtchen, welche sich die Gäste portionsweise nehmen können, zur Verfügung. Die Art der Dekoration können die Paare frei bestimmen, sei es eine Torte in Form eines Klaviers oder an bekannte Filmcharaktere angelehnte Designs. Eine Nachbildung des Paars auf der Spitze der Torte ist den Konditoren zufolge jedoch immer seltener gefragt. Was sonst an Dekoration anfällt, werde ganz mit dem Ort, dem Thema der Hochzeit und den Wünschen des Brautpaares abgestimmt.

Damit der schönste Tag im Leben auch dokumentiert wird, waren mehrere Fotografen wie Diana Krüger aus Hohenstein-Ernstthal zur Beratung vor Ort. Sie erzählt, dass die Aufnahmen ganz aufs Paar abgestimmt werden, egal ob es allein oder mit der Familie aufgenommen werden möchte.

In der Kapelle im Erdgeschoss stand Andreas Heinz vom Chemnitzer Standesamt als Ansprechpartner für alle generellen Fragen zur Hochzeit bereit. Der Raum sei extra so gelassen worden, wie man ihn auf einer Hochzeitsfeier vorfinden würde, erklärte Annett Günther. Deshalb befanden sich keine Aussteller darin.

Laut Heinz gehört das Wasserschloß zu den drei beliebtesten Heiratsstandorten in Chemnitz neben dem Rathaus und dem Schloss Rabenstein. Andere Optionen sind die Felsendome, der Zeisigwald, das Stadion und die Villa Esche. Selbst in der Straßenbahn kann geheiratet werden, was auch 10 bis 15 Paare pro Jahr in Anspruch nehmen, so der Standesbeamte.

Den Möglichkeiten sind also prinzipiell kaum Grenzen gesetzt. Egal, ob man sich für den ganz besonderen Tag eine weiße Limousine oder einen Oldtimer-Bus mieten will. Wer dies wünscht, kann sich auch die beiden Hochzeitstauben Paul und Paula mieten, die nach den Tauben aus dem Aschenputtel-Märchen benannt worden sind, oder gleich eine ganze Korbladung Tauben losfliegen lassen.

Doch trotz all der Möglichkeiten erfreut sich ein Klassiker nach all den Jahren immer noch uneingeschränkter Beliebtheit: das klassische creme- oder elfenbeinfarbene Brautkleid. In Chemnitz seien eher schlichte und preiswertere Kleider gefragt, sagt Katrin Handke von den Chemnitzer Brautmoden. Spitze sei zwar modern, aber auch teuer, Alternativen seien Satin oder Organza, ein durchsichtiges Gewebe, meint sie.

Für den Mann bieten sich neben dem klassischen schwarzen Anzug auch Blau und Silber als Farben an, sagt Carola Fröhlich, die ein Modegeschäft in Ehrenfriedersdorf führt. Zu ihr kämen vor allem die Trauzeugen und Hochzeitsgäste. Rico Holzendorf aus Dresden sagt, dass der Ehemann vor allem unter den anderen männlichen Gästen herausstechen will. Deshalb seien auch ungewöhnlichere Farben wie Grün angesagt, sagt er.

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