Amateurfunk: Landesgartenschau erhält eigenes Rufzeichen

DM19LGS - unter dieser Nummer ist das Großereignis in Frankenberg zu erreichen. Zu verdanken ist es einer engagierten Gruppe aus Mittweida.

Frankenberg.

Neue Kontakte zu knüpfen, das ist für Funkamateure eine ziemlich alltägliche Sache. Die Möglichkeit dazu bietet ihnen der Amateurfunkdienst, der das Tor zur Außenwelt öffnet. Dazu erhält jeder Funkamateur nach bestandener Prüfung bei der Bundesnetzagentur ein personengebundenes Rufzeichen.

Bestimmte Ereignisse sowie einmalige Veranstaltungen und Jubiläen können ebenso ein Rufzeichen im Amateurfunkdienst bekommen - sogenannte Sonderrufzeichen. Sie werden für ein Jahr einmalig vergeben. Ein solches hat der Ortsverband S 44 Mittweida des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) für die Landesgartenschau beantragt.

Der Ortsverband betreibt derzeit zwei Clubstationen in Mittweida und Frankenberg. "Wir haben schon einige Aktionen gemacht, bei denen Sonderrufzeichen beantragt wurden. Begonnen haben wir damit in Hainichen, 2015 zu 300 Jahre Gellert", sagt der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende, Enrico Richter. "Die Stadt Hainichen war sehr interessiert und hat alle QSL-Karten im Archiv aufgehoben. Das sind Postkarten zum Bestätigen einer Funkverbindung", erklärt Richter. Auch in Frankenberg stießen die Amateurfunker auf das Interesse der Veranstalter der Landesgartenschau. "Die Bundesnetzagentur lehnte zuerst den Antrag auf ein Sonderrufzeichen jedoch ab, mit der Begründung, dass es zwar zweifellos ein besonderes Ereignis sei, aber kein besonderer Anlass", berichtet Enrico Richter. Daraufhin habe der Ortsverband noch einmal Anlauf genommen. Mit Erfolg: das Rufzeichen wurde genehmigt. "Die Landesgartenschau trägt nun das Rufzeichen DM19LGS, das wir ein Jahr lang nutzen dürfen", so Richter. Das Sonderrufzeichen soll laut dem Ortsverband die Landesgartenschau mindestens sachsenweit bekannt machen. "Natürlich ist auch ein weltweiter Kontakt mit diesem Rufzeichen geplant. Dieser hat aber meistens Sammelcharakter für QSL-Karten", sagt Richter.

Das Rufzeichen habe auch einen Nebeneffekt. "In unserem Ortsverband gibt es dadurch mehr Funkaktivität und man kann das Hobby ankurbeln", so Richter. Besonders werde das Rufzeichen von der Frankenberger Clubstation am Parkdeck in der Zeit der Landesgartenschau genutzt. Das Zuhören bei Amateurfunkverbindungen sei Jedermann gestattet. So könne auch das Sonderrufzeichen vermehrt über das Notfunkrelais auf dem Rochlitzer Berg über die Frequenz 439.225 MHz zu hören sein. Informationen zum Empfang von Amateurfunkverbindungen gibt es beim Ortsverband www.s-44.bplaced.de sowie bei der Bundesnetzagentur.

Tipp: Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten, so auch die Auftritte von Firebirds (22. April), Rudy Giovannini (12. Mai), Frank Schöbel (4. August), Gerhard Schöne (11. August). Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober. Der Eintritt kostet 16Euro, mit Leserkarte der "Freien Presse" 15Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis 17Jahre kostenfrei mitnehmen. Tickets für die Landesgartenschau gibt es in allen "Freie Presse"-Shops.

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