Anbauten an Gymnasien geplant

Rathaus legt Schulnetzplan vor - Verzicht auf Neubau

Anbauten an bestehenden Gymnasien, Rückkauf eines Schulgebäudes, Verzicht auf einen Neubau - die Stadtverwaltung hat Pläne vorgelegt, wie sie drohende Engpässe an Gymnasien entgegenwirken will.

Hintergrund sind steigende Schülerzahlen. Das Rathaus hatte darauf mit Neubauvorhaben und Erweiterungen reagiert. Die betreffen bislang aber nur Grund-, Förder-, Ober- und Abendschulen. Schon ab dem nächsten Schuljahr könnten die derzeitigen Kapazitäten an Gymnasien nicht mehr ausreichen, hält das Rathaus in der Fortschreibung des Teilschulnetzplanes Gymnasien fest, der am Mittwoch im Stadtrat debattiert werden soll.

Um den Bedarf abzudecken, sollen das Karl-Schmidt-Rottluff- und das Johannes-Kepler-Gymnasium Anbauten erhalten, um durchgängig vier Klassen pro Stufe unterrichten zu können; derzeit sind es drei bis vier. Eine weitere Option sei der Kauf eines Schulgebäudes an der Wielandstraße, das sich im Besitz der Heim gGmbH befindet. Es könnte zur Außenstelle des Schmidt-Rottluff-Gymnasiums werden.

Auf den Neubau eines Gymnasiums will die Stadt indes verzichten. Zum einen, weil die Schülerzahlen nicht in der prognostizierten Höhe zugenommen hätten. Zum anderen nutzten viele Schüler am Stadtrand die Gymnasien im Umland. Man gehe davon aus, dass dieser Trend anhalte, heißt es. Aktuell gibt es in Chemnitz insgesamt elf Gymnasien, von denen sieben in kommunaler und vier in freier Trägerschaft geführt werden. (lumm)

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