Anlagenbauer will im Sommer umziehen

Das Unternehmen Pro-Beam-System wechselt von Neukirchen nach Stollberg. Laut Plan steht der Rohbau im März. Mit dem Vorhaben soll aber nicht nur mehr Platz geschaffen werden.

Neukirchen/Stollberg.

Auf dem Baufeld oberhalb des Autobahnzubringers und der Bahnhofstraße in Stollberg gehen die Baumaschinen ihrem Werk nach. Bagger fressen sich ins Erdreich, Raupen schieben den Boden zurecht, Kräne heben Rohre an den vorgesehenen Ort. Das alles folgt einem klaren Plan.

Auf dem Plateau mit freien Blick auf Hoheneck entsteht die neue Heimat von Pro-Beam Systems. "Wir sind gut im Zeitplan. Die Medienerschließung ist bereits abgeschlossen", sagt Geschäftsführer Michael Müller.

Wenn alles gut läuft, könne der Umzug von Neukirchen im August beginnen. Bis März soll der Rohbau der Halle stehen. Ende 2020 möchte das Unternehmen für Elektronenstrahlanlagen dann komplett am neuen Standort arbeiten. "In dieser Phase wird es einen Parallelbetrieb in Neukirchen und Stollberg geben müssen", sagt Müller. Dass Pro-Beam Systems so gut in der Zeit liegt, hat auch mit der Unterstützung durch die Stadt Stollberg zu tun. Zum einen hat die Firma einen vorbereiteten Bauplatz vorgefunden und zum anderen ist die neue Zufahrtsstraße pünktlich fertig geworden. Der Bertrieb wird am neuen Standort deutlich mehr Platz zur Verfügung haben als bisher. In Stollberg entsteht eine 5100 Quadratmeter große Halle. Bisher stehen in Neukirchen 3200 Quadratmeter inklusive 22 Bürocontainern zur Verfügung. Künftig gibt es zudem 2400 Quadratmeter Bürofläche. Der neue Standort ist auch eine optische Visitenkarte, zumal die Gestaltung mit der an den anderen Standorten in Gilchingen und Burg identisch ist. Doch die Optik spielt nicht die Hauptrolle. So verspricht sich Geschäftsführer Benno Birke vom Umzug etwa auch einen Gewinn an Innovationsfähigkeit der Firma. Im Bürotrakt sind beispielsweise Kommunikations- und Ruheinseln eingeplant. Auch die Wege werden kürzer und die Abteilungen rücken näher zusammen. Gerade die kurzen Wege zwischen den Abteilungen weiß Projektleiter Martin Falsner zu schätzen. Er ist einer von mehr als 30 neuen Mitarbeiter, die Pro-Beam 2019 eingestellt hat. Dazu kommen noch neun Auszubildende und ein BA-Student. "Gutes Personal ist jederzeit willkommen", sagt Birke. "Es ist ein Vorteil, wenn man die Anlagen direkt vor Ort begutachten kann", fügt Falsner hinzu, der zurzeit ein Projekt in Italien umsetzt.

Am neuen Standort soll der Kontakt mit Kunden noch besser als vorher werden können. "Wir entwickeln die Lösungen gemeinsam mit den Kunden und dabei ist es ein zentraler Punkt, eine Halle und die Maschine vorzeigen zu können", ergänzt Müller. Zudem ermögliche die Halle auch große Anlagen vor Ort zu bauen. Ohnehin blickt Pro-Beam Systems laut Birke auf ein erfolgreiches Jahr mit vollen Auftragsbüchern zurück. Zurzeit werde eine Anlage in China ausgeliefert und insgesamt sei der Auftragseingang um 20 Prozent gesteigert worden.


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