Arbeitskreis soll Fanarbeit beim Chemnitzer FC verbessern

Imageverlust durch Rechtsextremismus und vereinsschädigendes Verhalten entgegenwirken

Bei Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat der «Arbeitskreis Werte und Fanarbeit» seine Tätigkeit aufgenommen. Dem Gremium gehören unter anderem Vertreter von Fanclubs, der Notvorstand, Mitarbeiter des CFC, der Stadt sowie der Polizeidirektion Chemnitz an. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, gehöre die Erarbeitung eines vereinseigenen Leitbildes und die Verbesserung der Fanarbeit zu den wichtigsten Aufgaben.

Der CFC war in den vergangenen Monaten nach mehreren Vorfällen durch seine Anhänger in Verruf geraten. Eine im Stadion inszenierte Trauerbekundung für einen verstorbenen Rechtsextremen sorgte im Nachgang des Regionalliga-Heimspiels im März gegen Altglienicke bundesweit und international für negative Schlagzeilen sowie einen enormen Imageschaden für den Club. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hatte dem CFC in seinem Urteil unter anderem die Auflage erteilt, ein Team zusammenzustellen, das strategische und geeignete Ziele erörtern soll, um rassistischen sowie rechtsextremistischen Bestrebungen zukünftig entgegenzutreten.

Der Arbeitskreis wolle unter anderem die «zivilgesellschaftliche beziehungsweise bürgerliche Fanszene» sowie die «interkulturelle Verständigung innerhalb der Fanszene und des Vereins fördern», heißt es in der Mitteilung. Ein drittes Ziel sei «die Wiederherstellung der Reputation des Vereins und das Ziel, Imageverlust durch Rechtsextremismus und vereinsschädigendes Verhalten abzuwehren».

«Um die Kommunikation und den Austausch zwischen den Fangruppierungen, Vereinsmitgliedern, Vereinsvertretern und Gesellschaftern zu verbessern, sollen zudem bereits begonnene Gesprächsrunden aufrechterhalten und intensiviert werden. Die Wiederherstellung und Stärkung des Miteinanders innerhalb des Chemnitzer FC hat dabei oberste Priorität», erklärte Notvorstand Siegfried Rümmler. (dpa)

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