Archäologen graben auf künftigem Baufeld

Chemnitz.

Bevor ab Frühjahr nächsten Jahres zwischen dem Staatlichen Museum für Archäologie und dem Johannisplatz in der Chemnitzer Innenstadt die Arbeiten zum Bau des neuen Firmensitzes des Energieversorgers Eins beginnen, graben ab Montag zunächst Archäologen auf dem künftigen Baufeld. Man erhoffe sich neue Erkenntnisse zur Stadtgeschichte, sagte am Freitag Landesarchäologin Regina Smolnik vom Landesamt für Archäologie.

Vorgrabungen im vergangenen Jahr ergaben, dass bei den jetzigen Arbeiten mit Funden aus der Frühzeit der Stadtentwicklung gerechnet werden könne, sagte Smolnik. Rückschlüsse bis ins 14. Jahrhundert seien möglich. Da es zur Vorgeschichte von Chemnitz nur sieben bis zehn Quellen gebe, sei jeder Fund wichtig. "Wir hoffen, wir können Fragen zur Bebauung von Chemnitz klären. Das ist sehr spannend", so die Landesarchäologin.

Das fünfköpfige Grabungsteam wird dabei hauptsächlich in einer Tiefe von zwei bis drei Metern graben, die maximale Tiefe betrage etwa sechs Meter, sagte Grabungsleiterin Susanne Schöne. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Dezember dauern. Trotz eines sehr engen Zeitrahmens sei bei wichtigen Funden eine Fortsetzung der Grabungen bis Februar nächsten Jahres möglich, so Schöne. (hfn)

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