Aschenputtel und das Olympia-Kostüm

Mit der zehnten Auflage des Eismärchens erfüllt sich die Chefin des Eislauf-Clubs einen Traum. Die Hauptdarstellerin trug ein besonderes Kleid.

Schloßchemnitz.

Es war einmal... ein Chemnitzer Eislauf-Club, der Jahr für Jahr ein neues Märchen auf dem Eis der Küchwaldhalle aufführte. Viele kleine und große Zauberer, Hexen, Zwerge, Prinzessinnen und Könige auf dem Eis sowie zahlreiche Feen und Wichtel hinter den Kulissen verwandelten die schaurig-schönen Geschichten der Gebrüder Grimm mit fleißiger Arbeit und jeder Menge Zauber in Publikumsmagnete. In diesem Jahr trug es sich zu, dass das zehnte Märchen gezeigt wird, mit dem sich die Regentin des Vereins einen Traum erfüllt.

"Das Märchen vom Aschenputtel wollte ich schon immer aufführen. Es hat mir als Kind gefallen und verkörpert auch so etwas wie einen Mädchentraum", sagte Stephanie Schneider. Zum fünften Mal ist die ehemalige Eistänzerin und jetzige Präsidentin des Eislauf-Clubs als Regisseurin des Märchens verantwortlich. Bereits im Januar habe für sie die Arbeit daran begonnen, erzählt Stephanie Schneider. Zunächst schrieb sie das Regiekonzept, danach suchte sie gemeinsam mit Trainerin Monika Scheibe die passende Musik aus. Im Sommer wurden die Requisiten gebaut und im August begannen die ersten Eisproben für die 160 Mitwirkenden. Zu ihnen gehören auch zwei tierische Schauspieler. "Erstmals haben wir Pferde auf dem Eis", berichtete Stephanie Schneider. Obwohl die beiden Islandpferde nur bei zwei Proben dabei waren, hätten sie ihre Sache gut gemacht, sagte Stephanie Schneider nach der ersten Aufführung, die am Donnerstagvormittag von Kindergartenkindern und Grundschülern besucht wurde. Die Hauptdarsteller, das talentierte Eislaufpaar Letizia Roscher und Luis Schuster, habe eigens für das Wintermärchen reiten gelernt, so Stephanie Schneider.

Als Aschenputtel, das zum Schluss den Prinzen bekommt, darf Letizia Roscher ein besonderes Kostüm tragen. Das in einem zarten Apricotton gehaltene Kleid hat Olympiasiegerin Aljona Savchenko für das Chemnitzer Eismärchen zur Verfügung gestellt, sagte Stephanie Schneider. Die sechsmalige Weltmeisterin trug das Kostüm zur Nussknacker-Kür, die sie mit Robin Szolkowy bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi lief. "Aljona hat es nach Chemnitz bringen lassen und Letizia hat es auf Anhieb gepasst. Wir mussten nichts ändern", betonte die Regisseurin.

Weitere Aufführungen in der Eissporthalle: Freitag, 17.30 Uhr; Samstag, 10 und 17.30 Uhr. Es gibt nur noch Restkarten. Infos unter www.eismärchen-chemnitz.de

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