Auch drittes Luchsbaby gestorben

Kadaver von Jungtier wird in Leipzig untersucht

Traurige Nachricht aus dem Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna: Auch das dritte und letzte Rotluchs-Jungtier ist gestorben. Es wurde in der vergangenen Woche tot im Gehege aufgefunden. Die Todesursache steht noch nicht fest. Nach Angaben von Klaus Eulenberger, dem Vorsitzenden des Tierpark-Fördervereins, ist das Jungtier zur Untersuchung in die Tierpathologie nach Leipzig gebracht worden. Ein Ergebnis werde in wenigen Tagen erwartet.

Damit ist keines der Rotluchsbabys aus dem Wurf von Mutter Dara älter als sechs Wochen geworden. Die beiden anderen Jungtiere waren bereits zuvor gestorben. Eines war auch nach dem Tod noch von Dara beschützt worden. Die Pfleger konnten sich erst nähern, als der Kadaver schon so weit verwest war, dass eine Untersuchung aussichtslos erschien. Das andere Jungtier ist spurlos verschwunden. Da die Tierpark-Verantwortlichen ausschließen, dass es ausgebüxt ist oder gestohlen wurde, liegt der Verdacht nahe, dass es von Dara oder Vater Pepe aufgefressen wurde. Eine solche Vorgehensweise sei nicht ungewöhnlich, sagt Eulenberger, der jahrelang Cheftierarzt im Leipziger Zoo war. "Wenn die Eltern spüren, dass ein Jungtier nicht überlebensfähig ist, regulieren sie das selber."

Eulenberger vermutet, dass die Wärme der vergangenen Wochen den kleinen Rotluchsen nicht gutgetan hat. Es sei zudem fraglich, ob das zuletzt gestorbene Jungtier nach dem Tod seiner Geschwister noch genug Milch bekommen hat. Wenn nur noch ein Jungtier übrig sei, gehe die Milchleistung der Mutter zurück, erklärt der Veterinärmediziner. Sicherheit bestehe aber erst, wenn die Ergebnisse der Untersuchung aus Leipzig vorliegen. (jop)

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