Aus Fabrikareal soll Park werden

Wo früher Buntsocken entstanden, wird bald gebaut werden. Thalheim unterstützt so die Chemnitzer Bewerbung als Kulturhauptstadt.

Thalheim.

Die Stadt Thalheim will einen Park auf dem Gelände der ehemaligen Neukirchner Fabrik errichten. Baustart an der Robert-Koch-Straße ist Anfang März. Voraussichtlich Ende Mai sind die Arbeiten abgeschlossen. Die Stadt hatte die alte Strumpffabrik in den vergangenen Jahren abgerissen. Dafür gab es Fördergeld, das nun zum Teil auch für den Neuaufbau genutzt wird. Die Kosten der Anlage betragen mehr als 100.000 Euro.

Bürgermeister Nico Dittmann spricht von einem "eleganten Park", in dem später Hochzeiten, Empfänge oder andere Veranstaltungen steigen können, auch in Verbindung mit der Neukirchner Villa auf der anderen Straßenseite. Die Stadt plant neue Schilder, Bänke und Leuchten. Zudem werden eine große Rasenfläche, Bäume, Sträucher und Beete mit Pflanzen angelegt. Laut Dittmann dient das Projekt der CO2-Reduktion in der Stadt. Überhaupt geht es ökologisch zu im neuen Park: Es wird Fahrradstellplätze mit Ladestationen geben.

Mit dem Park unterstützt Thalheim die Chemnitzer Bewerbung als Kulturhauptstadt. Um dieses Ziel 2025 zu erreichen, setzt das Oberzentrum auch auf die Orte im Umland. Die Vision: Eine Kulturregion mit 750.000 Menschen soll entstehen. Das Chemnitzer Projekt "Stadt am Fluss" wird dabei zur "Region am Fluss" ausgeweitet. Als ein Bindeglied soll das Nahverkehrsnetz "Chemnitzer Modell" dienen, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Orte, die Teil des Netzes sind, sind auch Teil des Kulturhauptstadt-Projekts.

Außer Thalheim haben auch andere Kommunen bereits Ideen entwickelt. So wird Stollberg erstmals an der "Fête de la musique" teilnehmen. Auch Ableger des Filmfestivals Schlingel und der Chemnitzer Literaturtage Leselust könnten in der Region Fuß fassen. Nicht zuletzt sind Kooperationen mit der Chemnitzer Museumsnacht geplant.

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