Ausflug entlang der Straße der Romanik

Eine Erlebnistour in das Saale-Unstrut-Gebiet erwartet Leser der "Freien Presse" zu verschiedenen Terminen im Juli, August und September. Die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten erhalten die Gäste dabei aus berufenem Mund.

Chemnitz.

Wie viele Menschen Mirko Seidel in den vergangenen Jahren schon durch die Region rund um Naumburg (Sachsen-Anhalt) geführt hat, kann der Gästeführer nicht genau sagen. Es dürften mehrere Tausend gewesen sein. Doch sie haben alle eines gemeinsam: "Die Teilnehmer meiner Touren sind immer wieder überrascht, welchen natürlichen, kulturellen und architektonischen Reichtum die Region bietet", sagt der 44-Jährige. Der Architekt hat selbst zwölf Jahre zwischen Saale und Unstrut gelebt. Vor vier Jahren machte er sich als Gästeführer selbstständig. Seitdem lebt er in Leipzig.

"Urlaub in Deutschland zu machen, liegt im Trend. Städtetourismus steht dabei mit an vorderster Stelle. In meiner Arbeit richte ich den Fokus auf den architektonischen Reichtum im ländlichen Raum und auf die vielen unbekannten, aber nicht minder wertvollen Kulturgüter in unseren Dörfern und kleinen Städten", beschreibt er seine Philosophie als Gästeführer. Dieser Anspruch gelte auch für die "Freie Presse"-Erlebnistour, die die Teilnehmer im Juli, August und September entlang der Straße der Romanik nach Naumburg führt.


Nach der Anfahrt mit einem Reisebus beginnt der Tag auf dem Weingut Herzer bei Naumburg. "Dort erfahren die Teilnehmer alles über das Thema Wein und das familiengeführte Weingut. Natürlich darf eine Verkostung von drei Sorten Wein dabei nicht fehlen", sagt Mirko Seidel. Anschließend geht es weiter mit einem echten Höhepunkt der Tour: der Anfahrt zum Schloss Neuenburg, das majestätisch auf dem spornartigen Ausläufer einer Hochfläche über dem Ostufer der unteren Unstrut thront. "Bei jeder Tour ist die Anfahrt für mich immer eine besondere Freude, schließlich handelt es sich um eine der schönsten Schlossanlagen, die es in Mitteldeutschland gibt", schwärmt Mirko Seidel. An der Burg angekommen, wird den Teilnehmern ein Mittagessen serviert. Anschließend besteht die Möglichkeit, über den Burghof zu spazieren und den Blick über das Unstruttal zu genießen. Zudem lässt sich ein besonderes architektonisches Kleinod entdecken: die um 1180 errichtete Doppelkapelle mit ihrer außergewöhnlichen Bauzier.

Entlang der Straße der Romanik, die wehrhafte Burgen, Dome, Klöster und Kirchen aus der Zeit von der Mitte des 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts versammelt, geht es weiter nach Naumburg. Dort wird der Dom St. Peter und St. Paul besucht, der zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern des Mittelalters zählt. Mit dem Kreuzgang, dem Domgarten und den umliegenden Kuriengebäuden bildet er eines der herausragendsten Architekturensembles in Mitteldeutschland.

"Wir freuen uns, dass wir mit Mirko Seidel einen Absolventen der Bauhaus-Uni Weimar gewinnen konnten, der es mit seinem Wissen den Teilnehmern ermöglichen wird, die großen und kleinen Geheimnisse des Domes zu entdecken", sagt Margrit Schreiter-Amlung, die bei der "Freien Presse" die Erlebnistouren plant. Weltbekannt ist der spätromanisch-frühgotische Dom übrigens vor allem wegen der Arbeiten des sogenannten Naumburger Meisters, der die Stifterfiguren des Westchores, darunter Uta von Naumburg, und den Westlettner mit den Passionsreliefs schuf.

Zum Abschluss der Tour erwartet die Teilnehmer ein gemeinsames Kaffeetrinken im Domcafé, bevor es gegen 16 Uhr mit dem Bus und sicher sehr vielen neuen Eindrücken wieder ganz bequem zurück zu den Einstiegsstellen geht.

Die Tour kann für 87 Euro in allen "Freie Presse"-Shops gebucht werden. Inhaber der Pressekarte erhalten 5 Euro Rabatt auf das Ticket. Das Angebot gilt für maximal zwei Tickets pro Pressekarte. Weitere Auskünfte sind über die Telefonnummer 08008080123 erhältlich.

Geplante Termine mit unterschiedlichen Zustiegsmöglichkeiten in Chemnitz sind Montag, 21. August, Dienstag, 22. August, Donnerstag, 14. September, und Freitag, 22. September.

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