B 180: Hoffnung für Teil zwei

Die Komplettierung der Waldenburger Umgehungsstraße ist nun doch im Bundesverkehrswegeplan verankert. Aber was heißt das?

Waldenburg.

Spätestens seit der Fertigstellung des ersten Abschnitts haben die Waldenburger immer wieder gesagt: Die Ortsumgehung der Stadt hat nur einen Sinn, wenn auch der zweite Teil fertiggestellt ist, wenn die Strecke von Kertzsch bis nach Schlagwitz führt. Erst dann sei eine tatsächliche Entlastung der Stadt vom Schwerlastverkehr spürbar. Jetzt ist man einen kleinen Schritt weiter gekommen. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber gestern sagte, wird der zweite Bauabschnitt nun doch in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen. Bislang war das nicht der Fall, weil unter anderem der Nachweis fehlte, dass Kosten und Nutzen im rechten Verhältnis stehen würden. Jetzt, so Carsten Körber, sind die Nachverhandlungen zwischen Freistaat Sachsen und Bund beendet worden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis erfülle die Kriterien.

Doch was bedeutet das für die tatsächliche Realisierung? Denn allein die Tatsache, dass der Bundesverkehrswegeplan das Vorhaben auflistet, bedeutet noch nicht, dass es auch finanziert ist. Carsten Körber sieht nun den Freistaat Sachsen am Zug. Der habe jetzt die Möglichkeit, in weitere Planungen einzutreten und die Baumaßnahme in Eigenregie anzugehen. Jährlich bekommen die Länder vom Bund Geld, das sie in den Ausbau auch von Bundesstraßen stecken können. "Wer A sagt, muss auch B sagen. Die Umsetzung des zweiten Bauabschnittes in Waldenburg ist daher nur konsequent," sagte Körber im konkreten Fall von Waldenburg.

Mit Geld aus dem Konjunkturprogramm ist im Jahr 2009 der erste Bauabschnitt realisiert worden. Die etwa 1,9 Kilometer lange Strecke endet an der Stelle, wo sie sich mit der alten B 180 kreuzt.

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