Bäume und Ruine müssen Ufermauer weichen

Ampeln auf der Straße und gefällte Bäume irritieren manchen An- wohner von Altchemnitz. Die Arbeiten sind Vorbereitungen auf ein Hochwasserschutzprojekt.

Altchemnitz.

Die Ruine an der Kreuzung Schulstraße/Erfenschlager Straße in Altchemnitz soll abgerissen werden. Das teilte die Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung, Katrin Schöne, auf Anfrage der "Freien Presse" mit. Bis Ende März soll der verfallene Bau verschwunden sein, so Schöne. Derzeit laufe das Vergabeverfahren.

Außerdem soll auf dem Gelände eine neue Hochwasserschutzmauer errichtet werden, wie die Sprecherin sagt. Die alte sei nicht mehr stand- sicher. Die neue soll bis an den vorhandenen Deich an der Chemnitz gebaut und eingebunden werden.

Um diesen Bau vorzubereiten, wurden im Dezember vergangenen Jahres insgesamt zehn Bäume gefällt. Das sorgte für Verwunderung bei einigen Anwohnern. Denn es wurden Baustellenampeln auf der Straße aufgestellt. Zum Jahreswechsel verschwand die eingerichtete Baustelle wieder.

Die Bäume auf dem Grundstück wurden von Mitarbeitern der Chemnitzer Flussmeisterei gefällt. Die Stadt musste dem vorher zustimmen. "Die Fällgenehmigung haben wir gegeben, aber mit der Auflage, dass 18 neue Bäume gepflanzt werden", wie ein Sprecher der Stadt auf "Freie Presse"-Anfrage mitteilte.

Der Bau der neuen Mauer ist Teil eines Hochwasserschutzprojektes an der Chemnitz. Die eigentlichen Arbeiten an der neuen Mauer sollen nach der Fischschonzeit im zweiten Quartal des Jahres beginnen, wie Schöne erklärt. Damit ist das Projekt aber noch nicht beendet. Eine zweite Mauer soll folgen.

Die Ufermauern an der Zwönitz oberhalb des Zusammenflusses mit der Würschnitz sollen ebenfalls saniert werden und am rechten Ufer der Chemnitz eine 113 Meter lange Mauer entstehen.

Durch die Maßnahmen soll das Gelände rund um die Chemnitz vor Hochwasserereignissen geschützt sein, wie sie statistisch gesehen alle 10o Jahre auftreten, so Sprecherin Schöne.


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