Am 15. August startet das Kunstfestival Begehungen. In diesem Jahr wird ein altes Schulgebäude genutzt. Um es behindertengerecht auszubauen, wird um Spenden über ein Crowdfunding geworben.
Nach zwei Jahren Auswärtsspiel in Thalheim und Lichtenstein kehrt das Kunstfestival Begehungen nach Chemnitz zurück. Vom 15. bis 23. August wird Kunst von lokalen und internationalen Akteuren in einer früheren Schule an der Charlottenstraße in Gablenz gezeigt. Das Gebäude war 1990 der Gründungsort des Chemnitzer Schulmodells – eine Errungenschaft der gesellschaftlichen Umbrüche ab 1989, die zum Ende der DDR führten. Das Festival steht unter dem Motto „Kippeln“.
Keine Förderung für Ausbau
Bisher gab es neben der Förderung durch die Stadt und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen immer auch finanzielle Unterstützung durch die Landesdirektion im Programm Selbstbestimmte Teilhabe für die Austragungsorte des Festivals, um den Umbau der jeweiligen Brache für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. 2024 wird das mit dem Hinweis abgelehnt, eine Förderung aus zwei staatlichen Töpfen sei ausgeschlossen.
Kai Neuenfeld, Vorsitzender des Trägervereins, versteht das nicht. Offensichtlich wird die Förderrichtlinie neu interpretiert. „Ich gehe davon aus, dass das nicht nur uns betrifft.“
Darum wird auf den Crowdfunding-Plattformen „99 Funken“ und „Viele schaffen mehr“ darum geworben, bis zum 24. Juli die 6000 Euro zu erreichen, die für den barrierefreien Ausbau der Schule nötig sind. (kas)





