Bauarbeiten:May-Haus wird gesichert

Vorgesehene Erweiterung ruft Statiker auf den Plan

Hohenstein-Ernstthal.

Das geschichtsträchtigste und am meisten fotografierte Gebäude von Hohenstein-Ernstthal, das Geburtshaus von Karl May, muss derzeit im Inneren gesichert werden. Hintergrund ist der geplante Erweiterungsbau. Für den mussten zwei direkt an das Karl-May-Haus angrenzende Gebäude weichen. Nach deren Abriss im Sommer liegt der Giebel frei. An den beiden Fenstern zur Straßenseite wurde deshalb eine sogenannte Aussteifung konstruiert. "Die hält die Decke am Giebel", erklärt Bauamtsleiter Ulrich Weber. Durch das Innere zieht sich eine Verspannung. Die wiederum hält die beiden Außenwände zusammen. Weber: "Diese Sicherungsmaßnahmen hat der Statiker gefordert." Aber zu keinem Zeitpunkt habe die Gefahr bestanden, dass das Gebäude zusammenfällt, betont der Bauamtsleiter.

Noch in diesem Jahr muss das Museum voraussichtlich für einige Wochen geschlossen werden. Nach dem Abriss der Nachbargebäude hatte sich herausgestellt, dass das Karl-May-Haus überhaupt kein Fundament hat. "Jetzt müssen wir die bestehende Wand unterfangen, gewissermaßen erst einmal ein Fundament einbringen", so Weber. Ab wann der Erweiterungsbau errichtet wird, der vor allem als Depot genutzt werden soll, steht noch nicht fest. (erki)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...