Baustart für Beleuchtung in Diethensdorf verzögert sich

Gemeinde muss höheren Eigenanteil aufbringen als ursprünglich geplant

Claußnitz.

Der Baustart für die neue Straßenbeleuchtung an der Unteren Hauptstraße im Claußnitzer Ortsteil Diethensdorf verschiebt sich. Laut Bauverwaltung sollten ab Oktober die derzeit 15 alten Lampen erneuert und zehn neue aufgestellt werden. Um das insgesamt rund 144.000 Euro teure Vorhaben realisieren zu können, muss die Kommune jedoch tiefer in die eigene Kasse greifen als ursprünglich geplant.

Die Gemeinderäte haben sich deshalb in ihrer jüngsten Sitzung erneut mit dem Thema befasst und beschlossen, den Eigenanteil um reichlich 33.000 Euro auf nun fast 87.500 Euro aufzustocken. Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU) hatte das Gremium zuvor informiert, dass die beantragte Förderung mit Geld, das innerhalb des Regionalentwicklungsprogramms Leader der Europäischen Union für die Region "Land des Roten Porphyr" bestimmt ist, nur zum Teil gewährt wird. Für die rund 86.000 Euro teure Erneuerung des Bestandes an Straßenlampen könne die Gemeinde mit fast 60.500 Euro Zuschuss rechnen, so Hermsdorf. Die Kosten des Aufstellens neuer Masten für die Beleuchtung würden hingegen nicht gefördert, den Preis dafür müsse Claußnitz aus der eigenen Tasche bezahlen. Das habe die Bewilligungsbehörde nach der Vorprüfung der Unterlagen mitgeteilt, so der Bürgermeister.

Trotzdem müssten die Diethensdorfer jedoch nicht auf die neue Beleuchtung verzichten. "Wir sollten wie geplant bauen", erklärte Hermsdorf. Geld für den höheren Eigenanteil ist nach Angaben vom Kämmerin Katrin Friedrich vorhanden. Sie schlug vor, zur Deckung der Summe 30.000 Euro einzusetzen, die im Haushalt ursprünglich für die Erneuerung des unteren Abschnitts der Chemnitztalstraße vorgesehen waren. Dafür gebe es keine Fördermittel und deshalb könne dort nicht gebaut werden, sagte Hermsdorf. Die restlichen knapp 3500 Euro sollen aus der Haushaltsreserve der Gemeinde genommen werden. Dem stimmten die Räte zu.

Trotz dieser Entscheidung wird sich der Baubeginn nach Einschätzung eines Mitarbeiters des Bauamtes um mehrere Monate verzögern. Der Förderantrag werde nun im Landratsamt weiter bearbeitet, die Gemeinde müsse den Zuwendungsbescheid abwarten und könne erst dann Aufträge vergeben, wenn dieser vorliegt. Vermutlich könne erst 2019 gebaut werden, sagte er.

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