Baustellen, Sperrungen und ein Ärgernis

Ab Montag ist auf der Annaberger Straße kein Durchkommen mehr. Die großräumige Umleitung führt über eine Straße, die gerade erst saniert wurde. Auf der dortigen Umgehung musste indes die Polizei eingreifen.

Harthau.

Autofahrer, die aus oder in Richtung Erzgebirge unterwegs sind, müssen sich ab Montag kommender Woche auf Behinderungen und Umleitungen einstellen. Grund ist eine Vollsperrung auf der Annaberger Straße (Bundesstraße 95). Damit ist neben der Zschopauer Straße eine weitere große Chemnitzer Einfalltrasse aus dem Süden von Bauarbeiten betroffen.

An der Annaberger Straße in Harthau beginnen am Montag Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Vorgesehen ist, neue Ufermauern und eine neue Brücke über die Würschnitz zu errichten. Zudem soll die Streckenführung der Annaberger Straße im Einmündungsbereich Alte Harth neu gestaltet werden. Dort befindet sich derzeit eine enge Kurve, die schlecht einsehbar ist. Die Umgestaltung hat das Ziel, die Strecke zu begradigen und so die Sichtverhältnisse zu verbessern, teilt die Stadtverwaltung mit. Das Vorhaben, an dem die Landestalsperrenverwaltung, der Versorger Eins und die Stadt beteiligt sind, kostet rund 5,1 Millionen Euro; etwa 40 Prozent davon trägt die Stadt.

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In einem ersten Bauabschnitt rollen die Bagger im Bereich Alte Harth bis Zufahrt Am Harthauer Bahnhof; Anlieger gelangen in dieser Zeit nur von städtischer Seite an ihre Grundstücke. In einer zweiten Etappe ist der Abschnitt zwischen Annaberger Straße 477 und zur Einmündung Alte Harth dran; dann gelangen Anwohner und Gewerbetreibende nur aus landwärtiger Richtung zu ihren Grundstücken.

Autofahrer müssen sich indes auf einen kilometerlangen Umweg einstellen. Für Pkw und Linienbusse führt die Umleitung in beide Richtungen über die Klaffenbacher Straße, Würschnitztalstraße, Chemnitzer Straße, Wolgograder Allee und den Südring. Lkw werden über die Klaffenbacher Straße, Würschnitztalstraße, Bahnhofstraße und die Hauptstraße in Neukirchen zur Stollberger Straße geleitet. In Burkhardtsdorf werden sie allerdings darauf hingewiesen, dass sich eine Umfahrung über die Bundesstraße 180 anbietet. Nach Ende der Vollsperrung voraussichtlich im August müssen Autofahrer im Übrigen mit weiteren Behinderungen rechnen, informiert das Rathaus. Dann würden Restarbeiten durchgeführt - unter halbseitiger Sperrung.

Zwischenzeitlich hatten den Anwohnern in Harthau noch mehr Behinderungen gedroht. Ursprünglich sollten zeitgleich zur Maßnahme auf der Annaberger Straße auch Bauarbeiten auf der Stöckler- und der Feudelstraße stattfinden; hier ging es um die Verlegung von Trinkwasser- und Gasleitungen beziehungsweise Kanalbauarbeiten. Anlieger und Gewerbetreibende hatten sich um ihre Erreichbarkeit gesorgt und eine Verschiebung dieser Arbeiten gefordert. Der Bauträger, ein Ver- und Entsorgungsunternehmen, lenkte nach einer Gesprächsrunde im Technischen Rathaus ein, die Arbeiten auf den Nebenstraßen beginnen nun erst im Herbst beziehungsweise im kommenden Jahr.

Für Pendler sind die Bauarbeiten auf der B 95 dennoch eine Belastung. Denn mit der Zschopauer Straße ist derzeit eine weitere große Ausfallstraße von Bauarbeiten betroffen. Dort ist der Bereich über die Bahnstrecke voll gesperrt, voraussichtlich bis Mitte Mai. Die Umleitung erfolgt unter anderem über die Bernsdorfer Straße. Bislang läuft der Verkehr auf dieser Umgehung aber weitgehend reibungslos.


Haltestellen entfallen oder werden verlegt

Wegen der Bauarbeiten auf der Bundesstraße 95 müssen Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs ab Montag bis voraussichtlich Ende August mit zum Teil längeren Fahrzeiten rechnen und sich darauf einstellen, dass Haltestellen nicht bedient werden. Betroffen sind nach Angaben des Regionalverkehrs Erzgebirge die Busverbindungen von Chemnitz nach Annaberg (Linie 210), nach Zwönitz (211) und nach Aue (361). Im genannten Zeitraum gelten Umleitungsfahrpläne mit verlängerten Fahrzeiten von bis zu 15 Minuten. Die Haltestelle Alte Harth in Chemnitz wird den Angaben zufolge an die Klaffenbacher Straße am Abzweig zur B 95 verlegt. Sie wird durch die Busse der Linien 210 und 211 bedient. Bei der Linie 361 sollen die Anschlüsse in Burkhardtsdorf und Aue trotz Umleitung gewährleistet werden, heißt es.

Auch auf der Buslinie S 92 kommt es zu Änderungen, informiert der städtische Verkehrsbetrieb CVAG. So entfallen die Haltestellen Würschnitztalstraße, Am Pfarrwald, Albert-Schenk-Straße, Klaffenbacher Straße, Alte Harth, Altes Rathaus Harthau und Riemenschneiderstraße. (gp/lumm)

 

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    5
    cn3boj00
    30.03.2019

    Und worüber diskutiert Chemnitz?



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