Beschmiertes Mahnmal in Chemnitz: Staatsschutz ermittelt

Nach der Schändung des Mahnmals für die Opfer der Bombenangriffe auf dem Städtischen Friedhof hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Grund dafür sei zum einen, dass von einem politischen Motiv ausgegangen werden müsse, sagte eine Sprecherin der Polizei. Zum anderen gebe es augenscheinlich deutliche Parallelen zu Farbattacken an anderen Stellen des Friedhofs, die bereits am Donnerstag vergangener Woche festgestellt worden waren.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass unbekannte Täter das Mahnmal für die Chemnitzer Bombenopfer großflächig mit Parolen und Schriftzügen wie "Deutsche Täter sind keine Opfer!" versehen hatten. Zudem wurden Blumen und Kränze zerstört, die dort vergangene Woche bei einer offiziellen Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Angriffe vom 5. März 1945 niedergelegt worden waren. Politiker mehrerer Parteien verurteilten die Schändung. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. (micm)


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    14.03.2020

    Na da ermittelt mal, die ganze Stadt ist von diesen Schmierfinken voll ,mit Visitenkarte aus welcher politischen Richtung die Täter sind.