Betreiber schafft 33 zusätzliche Hortplätze

Nach Schülermangel wird in Taura wieder in vier Klassenstufen unterrichtet

Taura.

Im kommenden Schuljahr werden die Lehrer an der Johann-Esche-Grundschule im Tauraer Ortsteil Köthensdorf wieder in allen vier Klassenstufen Schüler unterrichten. Dadurch steigt der Bedarf an Hortplätzen. Der Träger der beiden Kindereinrichtungen in Taura und Köthensdorf, der Verein Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Meißen/Mittelsachsen, wolle ab August 33 zusätzliche Plätze anbieten, sagte Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Aktuell stellt die Einrichtung "Rasselbande" nach Angaben des Trägers in Köthensdorf Platz für 55 Kinder zur Verfügung.

Für mehr Betreuungskapazität muss die Kommune allerdings auch tiefer in die Tasche greifen. Die Betriebskosten werden rund 56.000 Euro höher ausfallen als vorgesehen, sagte Haslinger. Der Betrag ergebe sich aus dem korrigierten Haushaltsplan, den der Träger vorgelegt habe. Darin seien die ab August höheren Kosten für Personal, Reinigung, Heizung, Strom und Garderobenmiete sowie zusätzliche Kosten für die Qualifizierung der Leiterin enthalten. Die Elternbeiträge sollen sich aber nicht erhöhen.


Nach Ansicht der Gemeinderäte kann nur ein Teil davon in diesem Jahr ausgeglichen werden. Um insgesamt 36.000 Euro höhere Vorauszahlungen könnten bis zum Jahresende aus der Gemeindekasse fließen. "Mehr ist im diesjährigen Haushalt nicht möglich", so der Bürgermeister. Die restlichen 20.000 Euro müssten im Haushalt für 2020 als Nachzahlung eingeplant werden.

Eine kleine Entlastung im Tauraer Budget für 2019 bringt die Erstattung zu viel gezahlter Betriebskosten aus dem Vorjahr. Für die "Villa Kunterbunt" in Taura hatte der Träger fast 23.000 Euro Rückzahlung errechnet. Für die Einrichtung "Rasselbande" in Köthensdorf fordert er allerdings rund 15.000 Euro Nachzahlung. "Der Grund sind Veränderungen beim Personal und die rund 5500 Euro teure Sanierung eines Sandkastens", erläuterte Haslinger. Erstattet würden somit rund 7700 Euro. Von dieser Summe sollen nach einhelligem Beschluss des Gemeinderates 3000 Euro für den Kauf von Werkzeug und Geräten für den Bauhof abgezweigt werden. Der Rest fließe in die Deckung der überplanmäßigen Kita-Betriebskosten im zweiten Halbjahr. Der übrige Betrag soll aus Haushaltsposten genommen werden, für die in diesem Jahr weniger Geld als vorgesehen benötigt wird.

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